Frag den Vogelphilipp Vogelstimmen lauschen in der Region Landshut

Vogelphilipp bei der Arbeit. Foto: Alexey Testo

Am 1. April startete der BUND Naturschutz (BN) bayernweit wieder mit seiner Vogelstimmen-Hotline. Wer auch in Stadt und Landkreis Landshut wissen will, welche Vögel in seiner Umgebung singen, kann bei der Mitmach-Aktion den Gesang mit dem Handy aufnehmen und über WhatsApp an den Vogelphilipp schicken, erklärt Brigitte Englbrecht von der BN Kreisgruppe Landshut.

Rund 4.500 Vogelstimmen-Anfragen sind im vergangenen Jahr bei ihm eingegangen. Der BN gibt zudem Tipps, wie man mehr Vogelarten in den Garten locken kann.

Über 220 Vogelarten sind in Deutschland als Brutvögel zu Hause, davon sind mehr als die Hälfte sogenannte Singvögel. In Wäldern, Gärten und Parks kann man sie sehen und vor allem hören. "Gerade im Frühling melden sich Singvögel lautstark zu Wort, um ihr Revier abzugrenzen und einen Partner anzulocken", weiß Johannes Selmansberger von der BN-Kreisgruppe Landshut. Doch wer singt da genau? Das und mehr beantwortet im April der "Vogelphilipp". Der Landshuter Ornithologe heißt eigentlich Philipp Herrmann und kennt die Vogelstimmen wie kein Zweiter. Er hilft den Gesang unserer heimischen Vögel zu erkennen, um damit ein Bewusstsein für die Vielfalt unserer Vogelwelt zu schaffen und die Artenkenntnis zu fördern. Jeder kann mitmachen: Einfach den Vogelgesang mit dem Smartphone über die Sprachnachrichtenfunktion von WhatsApp aufnehmen und an die Nummer "+49 160 4424450" schicken. Der "Vogelphilipp" hört sich jede einzelne Aufnahme genau an und gibt persönlich Bescheid, welcher Vogel singt. Oft gibt es sogar noch ein paar Zusatzinformationen über die Art und ihren Gesang als Dreingabe dazu.

Im letzten April haben bei dem Projekt über 2.000 Menschen den Vogelstimmen gelauscht und über die Hotline kennengelernt, stellt Herrmann heraus. Darunter waren 89 unterschiedliche Vogelarten und auch seltene Arten wie Schwarzstorch oder Wiedehopf. Besonders häufig wurden gehört (in dieser Reihenfolge): Kohlmeise, Amsel, Buchfink, Mönchsgrasmücke und Kleiber. Naturschutz beginnt vor der Haustüre.

Vögel in den Garten zu locken ist nicht schwer. Sie brauchen Nahrung, Wasser, Nistmöglichkeiten, Schutz und Deckung. Werden diese Grundbedürfnisse erfüllt, ist es ein Leichtes im eigenen Garten den Gesängen unserer gefiederten Freunde zu lauschen. "Wer sich für eine naturnahe Gartengestaltung mit vielen Strukturen wie zum Beispiel beerentragende Gehölze, heimische Blühpflanzen oder auch Totholz entscheidet, leiste einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz", informiert Selmansberger.

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