Forstwirtschaft Hubschrauber versprüht Mittel gegen Eichenprozessionsspinner

Ein Nest des Eichenprozessionsspinner an einem Baumstamm. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Um Menschen und Bäume vor dem Eichenprozessionsspinner zu schützen, soll bei Langenau (Alb-Donau-Kreis) ein Hubschrauber Chemikalien versprühen. Ob und wann der Hubschrauber starten kann, hänge vom Wind ab, sagte Daniel Nägele vom Forst Baden-Württemberg am Mittwoch. Läuft alles nach Plan, sollte der Hubschrauber am Mittwochnachmittag und am Donnerstagmorgen in der Luft sein. Am Donnerstag werde dafür auch die Autobahn 7 bei Langenau kurzzeitig gesperrt, sagte Nägele. Der Heli versprüht demnach auf einer Fläche von rund 200 Hektar im Bereich Englenghäu Pflanzenschutzmittel sowie ein Biozid.

Das Waldgebiet wird für die Sprühaktion abgesperrt. Bereits am folgenden Tag könne man den Wald wieder betreten, sagte Nägele. Waldfrüchte wie Pilze oder ähnliches sollten aber in den drei Wochen nach der Behandlung nicht verzehrt werden.

Der Eichenprozessionsspinner ist zwar in Baden-Württemberg generell auf dem Rückzug, in den Landkreisen Ostalb, Alb-Donau und Schwäbisch-Hall sorgt er nach Angaben der Forstlichen Versuchungs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg aber für Waldschäden.

Die Gefahr durch das Insekt besteht in den Brennhaaren, die es während seines Larvenstadiums ausbildet. Sie enthalten ein Nesselgift und können sich zudem mit Widerhaken in der menschlichen Haut festsetzen. Die Folge sind schmerzhafte Reizungen und Ausschläge. Die Brennhaare werden über die Luft weitergetragen und können so auch Waldtieren gefährlich werden. Zudem sind längerfristige Schäden an den Eichenbäumen möglich.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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