Schon sein Arbeitsplatz, am höchsten Punkt des Münchner Flughafens, suggeriert, da sitzt einer, der in jeder Sekunde den Überblick behalten muss. Markus Urlinger aus Salching ist Fluglotse, von 78 Metern Höhe aus schaut er auf die Start- und Landebahn. "Meine Aufgabe ist es, die Flugzeuge möglichst schnell starten und landen zu lassen", erzählt der 51-Jährige.

Deshalb steht er in Funkkontakt mit den Piloten der betreffenden Flugzeuge, fordert sie beispielsweise beim Landeanflug auf, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Muss das Flugzeug noch einmal durchstarten, weil die Landebahn nicht frei ist, wird das teuer. "Da kommen schnell mehrere Tausend Euro zusammen", sagt Urlinger. Doch wichtiger als alle Kosten ist die Sicherheit der Passagiere. "In einem Flugzeug sitzen je nach Größe bis zu 600 Menschen, da trage ich als Fluglotse eine große Verantwortung."