Flughafen München Bundespolizist zeigt Mitfahrer an

Bundespolizisten am Münchner Airport ziehen bei Grenzkontrollen täglich Reisende aus dem Verkehr, die keinen Ausweis vorzeigen können. So auch bei einer privaten Fahrt eines Bundespolizisten, der zwei syrische Männer nach Westfalen mit dem Auto mitnehmen wollte. (Symbolfoto) Foto: Bundespolizei

Augen auf bei der Wahl des Chauffeurs: Ein 30-jähriger Syrer hatte mit einem Bundespolizisten eine Fahrt vom Erdinger Moos nach Westfalen vereinbart. Die Fahrgemeinschaft endete noch vor Beginn mit einer Strafanzeige am Flughafen München.

Laut Polizeibericht sind Mitfahrzentralen aktuell sehr beliebt und haben viele Vorteile: Nutzer sparen Geld und lernen neue Leute kennen. Auf die Bekanntschaft am Münchner Flughafen, einen jungen Bundespolizisten, hätte der syrische Mann wohl gut verzichten können. Der Bundesbeamte stammt aus Westfalen, schiebt Dienst am Münchner Airport und pendelt immer wieder in seine alte Heimat. Um die hohen Spritpreise abzufedern und die lange Autofahrt abwechslungsreich zu gestalten, sucht der junge Polizist immer wieder online nach Mitfahrern. So hat er für seine letzte Fahrt eine Anfrage eines Mannes für zwei Leute erhalten. Schnell waren sich die beiden Männer über den Chat der Mitfahrzentrale einig.

Allerdings weckten die Reiseumstände seiner zukünftigen Mitfahrer den polizeilichen Spürsinn im Bundespolizisten. Er hatte den Verdacht, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Am Tag der Reise sollte sich das Bauchgefühl bestätigen: Vor Reiseantritt mussten sich die zwei Mitfahrer einer polizeilichen Kontrolle am Münchner Airport stellen. Dabei kam auf, dass einer der beiden Syrer keine Ausweisdokumente besitzt und sich sogar unerlaubt in Deutschland aufhielt. Einzig ein Foto von seinem syrischen Reisepass hatte er auf dem Handy. Am Morgen sei er mit einem anderen Auto aus Österreich zum Flughafen gebracht worden.

Nach der Kontrolle wurden die Reisewilligen den Kollegen der bayerischen Polizei übergeben. Diese sind für die Bearbeitung sogenannter Inlandsfälle zuständig. So muss sich zumindest der 30-Jährige nun wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts strafrechtlich verantworten. Die Bundesrepublik muss er auf dem schnellsten Weg wieder verlassen.

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