Finanzkraftausgleich Bayern zahlte 2021 rund neun Milliarden Euro für Bundesländer

Ohne Bayern gäbe es in Deutschland deutlich weniger Geld zu verteilen. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Solidarität nennen es die einen, eine finanzielle Einbahnstraße die anderen – der Finanzkraftausgleich der Länder. Fakt ist, dass es ohne Bayern viel weniger Geld zu verteilen gäbe.

Der Freistaat Bayern hat im vergangenen Jahr erneut mehr als die Hälfte in den Finanzkraftausgleich der Länder eingezahlt. "Bayern ist größtes Zahlerland – nach jüngster Schätzung sowohl nach absoluten Beträgen mit rund neun Milliarden Euro als auch in der Pro-Kopf-Betrachtung mit etwa 687 Euro pro Einwohner"; sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Das früher als Länderfinanzausgleich bezeichnete System der Umverteilung von finanzstarken zu armen Ländern umfasse für 2021 insgesamt voraussichtlich rund 17 Milliarden Euro.

"Bayern ist Stabilitätsanker in Deutschland", betonte Füracker. Seit es den bundesstaatlichen Finanzausgleich gebe, habe der Freistaat in den Anfangsjahren zwar auch 3,4 Milliarden Euro erhalten, mittlerweile aber mehr als 98 Milliarden Euro eingezahlt. "Der Freistaat trägt damit massiv zum Wohlstand in ganz Deutschland bei".

Füracker: Bayern beweist große Solidarität

Seit nunmehr 13 Jahren trage Bayern rund die Hälfte des gesamten Ausgleichvolumens und beweise damit größte Solidarität, sagte Füracker. "Wir müssen hier die Entwicklung und den Einfluss der Pandemie weiter beobachten und darauf achten, dass wir dauerhaft grobe Missverhältnisse vermeiden."

In den vergangenen Jahren ist der Anteil des bayerischen Beitrags immer weiter angestiegen. 2020 lag er bei rund 7,77 Milliarden Euro, 2019 bei 6,70 Milliarden Euro und 2018 bei 6,67 Milliarden. Neben Bayern gehörten 2020 noch Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg zu den Geberländern. Hauptprofiteur war die Stadt Berlin mit rund 3,5 Milliarden Euro.

Weitere Artikel

 
 
 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading