Was übernimmt der Bund?

Kostenfrage vor G7-Gipfel unklar


Das Schloss Elmau aufgenommen aus einem Hubschrauber der Bundespolizei.

Das Schloss Elmau aufgenommen aus einem Hubschrauber der Bundespolizei.

Von dpa

Rund 188 Millionen Euro veranschlagt Bayern für den G7-Gipfel. Der Bund soll aus Sicht der Landesregierung zumindest mitzahlen, immerhin ist er Veranstalter. Doch geklärt scheint bislang nichts.

Wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels auf Schloss Elmau ist weiterhin unklar, wer die Kosten für den Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften übernimmt. Zwar werde erwartet, dass sich der Bund als Veranstalter beteiligt, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Die diesbezüglichen Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen."

Der Freistaat rechnet weiter mit Gesamtkosten von rund 188 Millionen Euro, wollte aber eigentlich immer eine Kostenübernahme durch den Bund. Dieser hat für das Treffen aber nur Ausgaben in Höhe von 80 Millionen Euro eingeplant.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern, Jürgen Köhnlein, schätzt, dass mehr als ein Viertel aller bayerischen Beamten während der Gipfeltage in Elmau im Einsatz ist. In den anderen Regionen im Freistaat habe man in der Zeit den selben Arbeitsaufwand mit weniger Kräften. Mit zwei G7-Gipfeln innerhalb weniger Jahre "hat Bayern sein Soll für die nächsten 100 Jahre erfüllt", sagte Köhnlein. Bei der Kostenfrage dürfe sich die Bundesregierung nicht wegducken.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten kommen ab Sonntag im Luxushotel Schloss Elmau nahe Garmisch-Partenkirchen zusammen. Dort hatte auch schon der G7-Gipfel 2015 stattgefunden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.