Filmtipp Vom Kleinsten zum Größten: Der Film „Messi“ bringt den Weltstar Zuschauern und Fans näher

Vom Straßenkicker zum Champions-League-Sieger: der junge Lionel Messi, dargestellt von Valentin Rodriguez. Foto: Maurio Spano

Spieltag beim argentinischen Verein Grandoli FC: In der Jugendmannschaft fehlt noch ein Kicker. Der Trainer sucht auf der Tribüne nach Ersatz. Ein kleiner Junge möchte spielen. Er ist fast sechs Jahre alt und eigentlich zu klein. Doch im Mai 1993 betritt er den Rasen. Nach Spielende ist er der Held: Der Junge schießt die gegnerische Mannschaft mit mehreren Toren im Alleingang ab. Sein Name ist Lionel Messi und gut 20 Jahre später ist er der wohl beste Fußballer der Welt. Die Dokumentation „Messi“ zeigt seine Karriere und ist am 11. Januar auf DVD erschienen.

Der Film begleitet Lionel Messi durch sein Leben. Als Kind ist er eher schüchtern und zurückhaltend. Nur bei einer Sache nicht: beim Fußball. Mit fünf Jahren beginnt Lionel beim Verein Grandoli FC zu kicken. Immer dabei: Messis Großmutter Celia, ein wichtiger Bezugspunkt für ihn. 1995 geht es für den Argentinier zu Newell’s Old Boys.

Als Jugendlicher leidet Lionel unter einer Wachstumsstörung und ist für sein Alter sehr klein. Nur teure Hormonspritzen helfen ihm – für seine Eltern eine große finanzielle Belastung.

Als Messis Talent immer sichtbarer wird, wendet sich sein Vater an den spanischen Verein FC Barcelona. Beim Probetraining zeigt sich der damalige Jugendtrainer begeistert von dem jungen Sportler. Der katalanische Club nimmt den Argentinier unter Vertrag und übernimmt auch seine Therapiekosten.

Ein Weltstar ist er damit aber noch nicht. Messi kämpft sich durch die Jugendmannschaften beim FC Barcelona und ist wegen seines jungen Alters und seines Talents bei seinen Mitspielern nicht immer gerne gesehen. Durch sein Können beweist er allen das Gegenteil und schafft es, zum wohl besten Spieler der Welt zu reifen.

Stars kommen zu Wort

Zwischen Interviews mit Bekannten, Freunden und ehemaligen Lehrern des Argentiniers, werden bei der Dokumentation Szenen aus Messis Leben gezeigt. Zu einem Großteil sind diese von Schauspielern nachgestellt. Mitspieler bei Barcelona wie Gerard Piqué und Andrés Iniesta erzählen von ihrem Zusammenspiel mit dem Ausnahmetalent und kommentieren seine Karriere. Ehemalige Trainer wie Diego Maradonna und Johan Cruyff berichten, wie sie Messi erlebten. Das macht den Film authentisch und Zuschauer erfahren viel über den Weltstar. Seine Tore widmet der Argentinier zum Beispiel seiner verstorbenen Großmutter. Auch Schwächen und schwierige Zeiten in Messis Karriere behandelt der Film von Regisseur Álex de la Iglesia.

Die Dokumentation ist auf Spanisch, deutsche Untertitel werden eingeblendet. Zuschauer können sich dadurch nicht immer auf das Bild konzentrieren. Etwas schade ist auch, dass Messi selbst nicht zu Wort kommt. Nur ältere Interviews von ihm werden gezeigt.

Trotzdem ist „Messi“ ein sehr gelungenes Porträt über den Argentinier, das den Weltstar Zuschauern näher bringt.

 

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