Film-Tipp Zurück zum Anfang: „Matrix: Resurrections“

Nach 20 Jahren kehren Neo, gespielt von Keanu Reeves, und die „Matrix“ ins Kino zurück. Foto: Warner Brothers

Mehr als 20 Jahre nach „The Matrix“ kommt „Matrix: Resurrections“ ins Kino und zeigt: Die Filme sind so aktuell wie eh und je.

Früher war alles besser. Diesen Eindruck könnte man bekommen, wenn man sich anschaut, was gerade so im Kino läuft. Ob „Ghostbusters: Legacy“ oder „Spider-Man: No Way Home“, die Filmsäle sind voll mit Filmen, die sich auf die gute alte Zeit beziehen. Kurz vor Weihnachten bedient sich ein weiterer Film dieser Nostalgie, zumindest auf den ersten Blick. „Matrix: Resurrections“ ist der vierte Teil der „Matrix“-Reihe, deren erster Teil 1999 erschien. Regisseurin Lana Wachowski weiß um die Macht, die die Szenen der „Matrix“ immer noch entfalten, und hat im neuen Teil höllisch Spaß dabei, sie auf den Kopf zu stellen.

Darum geht’s: Alles beginnt fast genauso wie im Original. Doch dann stellt sich heraus, dass die „Matrix“ vielleicht nur im Kopf von Thomas Anderson, alias Neo, existiert hat. Waren die ganzen Abenteuer, die er erlebt hat, vielleicht nur ein psychotischer Schock, den er erlebt hat, weil er ein lebensechtes Computerspiel programmieren wollte? Wieso fühlt er sich dann aber an jeder Ecke an seine Erlebnisse während der originalen Matrix-Filme erinnert?

Das Besondere: Ein Grund, warum „The Matrix“ auch nach mehr als 20 Jahren immer noch so tief in der Popkultur verankert ist, ist, dass der Film alles, was damals über Cyberspace, Internet und digitale Welten bekannt war, in eine Vision verpackt hat. „Matrix: Resurrections“ verpasst dem ein Update. Wer sich heute in die Matrix einloggt, kann das auch über sein Handy machen. Die Grafik ist viel besser geworden und selbst die fiesen Agenten geben sich freundlich. Auch die strenge Aufteilung in Menschen/gut und Maschinen/böse funktioniert längst nicht mehr so gut wie früher.

Fazit: „Matrix: Resurrections“ macht es den Zuschauern nicht leicht: Um den Film komplett zu genießen, sollte man alle drei Originalfilme gesehen und die dazugehörigen Computerspiele gespielt haben. Auf alle Fälle aber sollte der erste „Matrix“-Film bekannt sein. Ist diese Grundlage da, hat man beim Zuschauen viel Spaß dabei, alle Anspielungen, Zitate und Abweichungen in der Matrix zu entdecken, die Regisseurin Lana Wachowski im Film versteckt hat. Nostalgie ist nämlich nicht alles, wie der Film selbst oft genug zeigt. Sebastian Geiger

„Matrix: Resurrections“, Warner Brothers, 150 Minuten, seit 22. Dezember im Kino, freigegeben ab 16 Jahren.

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