Film-Tipp Mordende Datenkrake in "Zero"

Cynthia stellt "Freemee"-Chef Carl Montik kritische Fragen zu seinen tatsächlichen Motiven. Foto: WDR/Volker Roloff

Im Film "Zero" deckt eine Journalistin die Machenschaften einer Online-Plattform auf.

Darum geht's: "Freemee" verspricht seinen Millionen Nutzern ein besseres Leben mit mehr Erfolg - privat wie beruflich. Dafür sammelt das Unternehmen massenhaft Daten. Als bei einer Verfolgungsjagd ein Jugendlicher erschossen wird, wird die Journalistin Cynthia jedoch stutzig. Warum warnte die App das Opfer nicht vor der Gefahr?

Online-Aktivist Zero lenkt den Blick auf Carl Montik und seine Firma "Freemee". Diesem gefällt es nicht, welche Fragen Cynthia bei ihrer Recherche stellt. Sie wird selbst zur Gejagten und ihre Tochter gerät in Gefahr.

In aller Kürze: Ein riesiger Konzern, der mit seiner App den Menschen zu einem besseren Leben verhelfen will, hat nicht nur Gutes im Sinn.

Fazit: Marc Elsberg hat den Roman "Zero", auf dem der Film basiert, 2014 geschrieben. Das Thema ist heute, sieben Jahre später, aktueller denn je. Mit Facebook und seiner Social-Media-Macht ist eine Datenkrake längst Realität. Die jüngsten Enthüllungen, wie Facebook mit unseren Daten und seiner Verantwortung umgeht, erinnern sehr an "Freemee".

Bei Verfilmungen von Büchern ist es ja immer so eine Sache: Vieles muss weggelassen werden, um die Handlung in Spielfilmlänge zu bringen. Das ist bei "Zero" allerdings gelungen. Der Film ist gut gemacht mit überzeugenden Darstellern und einem brisanten Thema.

"Zero", WDR-Fernsehfilm, 89 Minuten, ab 28. Oktober 2021 verfügbar in der ARD Mediathek, Ausstrahlung am 3. November 2021 um 20.15 Uhr in der ARD.

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