Feuerwehr in Mengkofen Gemeinderatsmitglied sorgt mit Ukraine-Post für Eklat

Ein Facebook-Post im Nachgang einer Feuerwehr-Veranstaltung hat Thomas Hieninger, Bürgermeister von Mengkofen, gehörig die gute Laune verhagelt. Er sieht die Feuerwehrkameraden völlig zu Unrecht in Misskredit gebracht. Foto: Heribert Apfel

Es sollte ein freudiger Anlass für die Freiwillige Feuerwehr Mengkofen werden - doch die Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeugs endete am Wochenende mit einem waschechten Eklat. Der Grund: Ein Facebook-Post, in dem ein Gemeinderat einen Bezug zum Ukraine-Krieg herstellt. 

Der Hintergrund: Die Freiwillige Feuerwehr hatte ihr altes Fahrzeug zuvor im Rahmen einer Aktion des bayerischen Feuerverbandes an die Ukraine gespendet. Eine Geste, die bei vielen Kameraden und auch Bürgermeister Thomas Hieninger große Anerkennung fand. Nicht so bei Josef Frank: Der Gemeinderat postete nach der Veranstaltung einen Beitrag auf Facebook, in dem er sich kritisch zu der Spende äußert. Er schrieb dort (Original-Wortlaut Facebook): "Greift die Feuerwehr Mengkofen Russland an? Natürlich Nein. Da das alte Feuerwehrfahrzeug aber der Ukraine geschenkt wurde könnte es durchwegs sein, diese eine Kanone auf das Fahrzeug montieren. Wie sieht es dann aus? Feuerwehr Mengkofen schießt auf Russland? Wenn es tatsächlich so passieren würde und ein Foto um die Welt ginge, mir würde das nicht passen." 

Der Post schlug im Nachgang der Schlüsselübergabe für das neue Fahrzeug hohe Wellen in Mengkofen. Bürgermeister Hieninger zeigte sich auf Nachfrage unserer Mediengruppe entsetzt. "Ich distanziere mich ausdrücklich von dieser Äußerung", sagte er. Mit seiner Wortwahl würde Frank die Spende unterschwellig als Angriff auf Russland werten, kritisiert Hieninger. Das sei "unerhört und ein Affront gegen alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer."

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