Ein Brand im Hochsicherheitstrakt der JVA Straubing. Hitze verbiegt eine Eisentür, Rauch überall, drinnen ein Gefangener. Weil Markus Höcherl und sein Team so schnell helfen, lebt der Insasse noch.

Markus Höcherl hat nicht einmal Zeit, seine Uniformjacke anzuziehen, als der Tumult im Gefängnis losbricht. Schnell macht sich Höcherl auf den Weg - vom Aufenthaltsraum zum Ursprung der Aufregung. Es riecht verbrannt, unbestimmbar chemisch.

Feuer - ausgerechnet in einem Sicherheitshaftraum. Diese, ursprünglich für RAF-Terroristen gebauten Zellen, sollen erschweren, dass Gefangene randalieren und sich selbst oder Beamten schaden können. Das Bett ist festbetoniert, alles ist eigentlich bombensicher in solch einer Zelle. Wie das Feuer gerade dort ausbrechen konnte? "Das weiß kein Mensch", sagt Höcherl im Gespräch mit unserer Redaktion.

An diesem Freitag, 1. Februar 2019, wird Markus Höcherl, Vollzugsbeamter an der Justizvollzugsanstalt Straubing, das Leben eines Insassen retten.