Drogentote in Roding Polizei durchsucht mehrere Wohnungen

Die Polizei in Roding untersucht derzeit Todesfälle im Zusammenhang mit Rauschgift. Foto: Josef Heigl

In Stadt Roding sind im Januar und Februar 2021 zwei Menschen aufgrund Fentanyl-Vergiftung gestorben. Daraufhin durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft in den Morgenstunden des Mittwoch mehrere Wohnungen im Landkreis Cham.

Bereits am Samstag, 30. Januar, verstarb eine 21-Jährige in ihrer Wohnung in Roding. Die vorliegenden Erkenntnisse legten nahe, dass sie sich mit einer weiteren Person in der Wohnung aufhielt. Die beiden inhalierten das Fentanyl.

Eine Überdosierung und Mischintoxikation führte bei der jungen Frau zum Tode. Am Sonntag, 31. Januar, wurde ein 25-Jähriger in einer anderen Rodinger Wohnung bewusstlos aufgefunden und musste reanimiert werden.

Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, verstarb jedoch aus noch unklarer Ursache fünf Tage später, schreibt die Polizei im aktuellen Bericht. Nach Stand der Ermittlungen kann ein Fentanyl-Konsum nicht ausgeschlossen werden, rechtsmedizinische Gutachten dazu stehen noch aus.

Unter enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg führt die Kripo Regensburg seit mehreren Wochen intensive Ermittlungen gegen mehrere Personen wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und wegen des Verdachts verschiedener Betäubungsmittelverstöße, wie dem unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln.

Am Mittwochmorgen fanden im Landkreis Cham Durchsuchungen von sieben Wohnungen nach Beweismitteln statt. Dabei wurden geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt. Durchsucht wurde bei Beschuldigten und bei Zeugen im Alter zwischen 22 und 29 Jahren.

Ein vom Amtsgericht Regensburg erlassener Haftbefehl gegen einen 22-Jährigen, wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, wurde vollzogen. Der Mann wird in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das als Schmerzmittel in der Anästhesie sowie zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen, die nur mit Opioidanalgetika ausreichend behandelt werden können, eingesetzt wird.

 

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