Feste Schlappenzeit statt Schlappentag in Hof

Zwei Männer halten geschmückte Bierkrüge in den Händen. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Seit fast 600 Jahren wird in Hof der Schlappentag gefeiert. Doch auch heuer hat die Corona-Pandemie die Feierlichkeiten ausgebremst - einen großen Schlappentag gibt es nicht. Dafür eine Reihe kleinerer Veranstaltungen.

Schlappenzeit statt Schlappentag: Die Hofer können zum dritten Mal hintereinander nicht ihr großes Volks- und Schützenfest feiern. Wegen der damals noch unsicheren Corona-Lage hatten die Verantwortlichen im Frühjahr das Traditionsfest abgesagt. Stattdessen soll es eine Reihe kleinerer Veranstaltungen geben - die Schlappenzeit in Hof.

Das große Fest zum 590. Schlappentag am 13. Juni fällt also aus, dafür soll vom Sonntag an bis zum 19. Juni das Geschehen mit mehreren, einzelnen Veranstaltungen entzerrt werden. 18 Gaststätten und Biergärten machen mit, wie die Stadt berichtete. Immerhin: Das traditionelle Schlappenbier ist längst eingebraut und wird dann ausgeschenkt werden.

Der Schlappentag wird traditionell seit fast 600 Jahren am Montag nach Pfingsten gefeiert. Es ist eines der ältesten Schützen- und Handwerkerfeste Deutschlands.

1430 verwüsteten die Hussiten die Stadt. Den Hofern wurde für den Wiederaufbau die Steuerfreiheit gewährt, sie mussten aber eine Bürgerwehr aufbauen. Zu den Schießübungen eilten die Bürger aber erst am letztmöglichen Tag - in Schlappen. Bald kamen die Schützen auf die Idee eines Festes. Dafür wird auch eigens Bier gebraut - das Hofer Schlappenbier. Dieses soll es dieses Jahr im Handel, aber auch in vielen Hofer Gaststätten und Biergärten geben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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