Ferientipps für Familien Naturabenteuer Camping

Camping liegt voll im Trend. (Symbolbild) Foto: Bildagentur Thurner/Knaus Tabbert

Seine Lebensführung zu vereinfachen liegt voll im Trend. Menschen brauen ihr Bier zu Hause, kochen eifrig oder bauen Alltagsgegenstände selbst. Home Office und Entschleunigung sind Schlagworte, die mittlerweile jeder kennt. Die ultimative Rückführung aufs Wesentliche scheint das Camping zu sein. Doch hier gibt es große Unterschiede. Was sind die neuesten Trends?

Neben dem einfachen Zelten liegt vor allem das Camping de luxe im Trend. Hallenbäder, Saunalandschaft, Physiotherapie, Restaurant und weitere luxuriöse Ausstattungen sind in heutigen Campingplätzen kaum mehr wegzudenken. Auch Lodges, Mobilheime oder rustikale Schlaffässer sind moderne Alternativen. Der zweite Trend ist gewissermaßen der direkte Gegenentwurf. Fest aufgebaute Safarizelte mit Sanitäreinrichtungen.

„Die Menschen wollen immer individuelleren Tourismus im Freien“, fasst Maximilian Fuchs vom Landesverband der Campingwirtschaft in Bayern e.V., kurz LCB, zusammen. „Das Schöne ist, du musst dich an keine Konvention halten.“

Gerade für Familien biete Camping eine wunderbare Alternative. „Die Kleinen schlafen im Wohnmobil und du sitzt davor und gönnst dir ein schönes Glas Rotwein.“ Maximilian Fuchs hat eine nette Vorstellung eines entspannten Abends. „Camping hat nichts mit billigem Urlaub zu tun. Es ist eine Ideologie“, so der Camping-Profi mit einem gewissen Stolz. „Für die meisten zählt mehr die Freiheit.“

Gerade zu Zeiten von Corona ist dies ein beachtenswerter Faktor. Außerdem lernt man sich auf einem Campingplatz schneller kennen. Den größten Teil der Zeit verbringt man nämlich im Freien und kann auch bei 1,5 Meter Abstand Kontakte knüpfen. Doch womit soll ein Camping-Neuling beginnen? Zelt, Wohnwagen oder doch lieber ein Wohnmobil?

Beim Thema Camping gilt es, mehrere Aspekte gegeneinander abzuwägen. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie in einem kleinen Ratgeber zusammengetragen.

Zelt

Im Zelt ist man der Natur am nächsten. Nahezu ungefiltert dringen morgens die Vogelstimmen an das Ohr.

Natürlich birgt dies auch Nachteile: Geräusche aus dem Zeltinneren dringen ebenso nach außen und hat man am Campingplatz einen etwas lauteren Nachbarn oder eine ungünstige Parzelle, so wird dies schnell zum Problem. Das Zelt an sich ist günstig in der Anschaffung.

Beim Kauf sollte man aber dennoch auf gute Dichtigkeit achten. Denn auch im Urlaub ist man nicht vor Regen gefeit und niemand möchte nachts in einer Wasserpfütze aufwachen. Moderne Zelte bieten hier jedoch hervorragenden Schutz.

Zum Kochen gibt es verschieden Grill- und Gaskochervarianten, die man im Freien benutzen kann. Die sanitären Anlagen des Campinplatzes sind beim Zelten besonders wichtig, da man solche nicht im Zelt mitführen kann. Wer Wert auf die Einfachheit des Urlaubs legt, der ist mit einem Zelt gut beraten. Es bietet Vereinfachung und Entschleunigung pur. Und mit Kindern ist der Abenteuercharakter am höchsten.

Jedoch muss mit Einbußen im Komfort gerechnet werden.

Alternativen: Besonders spektakulär für Kinder sind Safarizelte, Mittelalterzelte oder Tipis.

Wohnwagen/-anhänger

Der klare Vorteil eines Wohnanhängers liegt im Komfort. Ein gutes Bett, meist umfangreiche sanitäre Anlagen und eine eigene Küche bieten alles, was den Urlaub bequem machen kann. Zudem ist der Anhänger abschließbar und bietet damit auch eine gewisse Sicherheit für Wertgegenstände. Außerdem kann man die Mobilwohnung zu Hause packen und ist dann schnell im Urlaub angekommen.

Allerdings ist das An- und Abkoppeln teils aufwendig. Doch hat man auch diese Hürde gemeistert, hat man im Urlaub auch ein Auto dabei. Man ist vor Ort also flexibler. Wohnanhänger sind sowohl in Anschaffung als auch im Unterhalt meist günstiger als Wohnwägen und bieten teils erheblichen Komfort.

Ein weiterer Vorteil des Wohnwagens ist die Einsatzmöglichkeit als Dauercamper. Viele Enthusiasten haben ganzjährig ihren Anhänger an einem Campingplatz stehen und können so auch schnell für ein Wochenende ins „Zweitheim“ fahren.

Ein Nachteil von Wohnwägen besteht in dem Umstand, dass man eine Abstellmöglichkeit braucht, wenn man nicht damit unterwegs ist. Außerdem muss das Zugfahrzeug ausreichende Anhängelast wegstecken, die bei größeren Wohnanhängern sehr hoch werden kann.

Alternativen: Viele Campingplätze bieten Mobilheime und verschiedene Arten von Baumhäusern und Hütten an. Auch „Urlaub im Fass“ ist möglich.

Wohnmobil

Das Wohnmobil bietet den gleichen Komfort wie ein Wohnwagen. Jedoch ist es in Anschaffung und Unterhalt teurer und man hat kein Auto am Urlaubsort dabei. Dafür kann man aber nach einer Übernachtung schneller wieder starten.

Wohnwägen eignen sich also auch besonders für Rundreisen. Alternativen: Es gibt Anbieter von Sets, um größere SUVs oder Minivans zu einem Camper auszubauen. Mit wenigen Schritten kann so ein Schlaf- und Kochplatz in einem ansonsten normalen Wagen geschaffen werden. Daher muss auch kein Unterstellplatz für den Camper vorhanden sein.

Lesen Sie den gesamten Artikel im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 7. Kostenlos zum Download unter www.passau-magazin.de.

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