Ferienbeginn in Bayern Die aktuelle Lage am Flughafen und auf den Autobahnen

Ferienbeginn mal anders als sonst in Bayern. Wegen der Corona-Pandemie verzeichnete der Flughafen München am Freitag nur etwa ein Drittel des sonst üblichen Ferienstart-Aufkommens. (Symbolbild) Foto: dpa

Der Beginn der diesjährigen Sommerferien in Bayern ist anders: Wegen der Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie machen sich deutlich weniger Urlauber als sonst auf den Weg in die Ferne. Das zeigte sich am Freitag auch auf den bayerischen Autobahnen und am Flughafen München.

Der Münchner Flughafen Franz Josef Strauß hatte bereits am Donnerstag eine düstere Prognose vorgelegt: Um mehr als die Hälfte werde das Fluggastaufkommen 2020 einbrechen, so die Schätzung. Trotzdem sei es an den Terminals am Freitagnachmittag nicht außergewöhnlich ruhig gewesen, wie ein Flughafensprecher gegenüber idowa erklärte. Bis zum frühen Nachmittag waren 339 Flüge gestartet, unter anderem flogen 168 Passagiere nach Mallorca, 255 Passagiere nach Griechenland und 191 nach Nizza. Das ist nach Aussage des Sprechers im relativ normalen Bereich – andere innereurpoäische Flüge wie etwa nach Genf blieben allerdings fast leer. "Verglichen mit einem durchschnittlichen Ferienbeginn der Vergangenheit sehen wir aktuell etwa ein Drittel des sonstigen Aufkommens", hieß es weiter. 

Was die Autobahnen im Freistaat betrifft, die in anderen Jahren zu Ferienbeginn oftmals stundenlang komplett verstopft waren, rechnete der ADAC zwar auch dieses Jahr mit typischen Stauschwerpunkten wie etwa auf der A8 und der A9 – allerdings eher aufgrund Reisen zu den klassischen bayerischen Urlaubsgebieten. Besonders, wenn Urlauber und Wochenendpendler auf den Straßen zusammenkämen, könne es zu Verzögerungen kommen, sagte ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Insgesamt sei aber wesentlich weniger Verkehr als in den Vorjahren zu erwarten. Die Ausflugs- und Urlaubsregionen im Freistaat rechnen hingegen mit zahlreichen Besuchern - den Tourismusverbänden Franken, Allgäu und Oberbayern zufolge werden besonders viele Tagesausflügler erwartet. 

Keine verstopften Autobahnen

Am Freitagnachmittag um 14 Uhr war die Lage auf den bayerischen Autobahnen allerdings noch relativ entspannt. Zwei größere Verzögerungen meldete der ADAC-Stauradar auf der A9 – allerdings waren hier nicht Urlauberscharen der Grund: Zwischen den Regensburger Anschlussstellen Universität und Regensburg-Ost gab es etwa drei Kilometer stockenden Verkehr, was wegen der dortigen Baustelle aber derzeit häufig der Fall ist. Und zwischen Nürnberg und München war die A9 am Freitagnachmittag wegen eines Unfalls voll gesperrt, was zu längeren Staus und Wartezeiten in beiden Fahrtrichtungen führte.

Auf der A8 München Richtung Salzburg, einer klassischen "Urlaubs-Autobahn", verloren Reisende rund eine halbe Stunde Zeit im acht Kilometer langen Stau zwischen Bad Aibling und Rosenheim sowie zwischen den Anschlussstellen Rohrdorf und Frasdorf, wo es sich rund sechs Kilometer staute. Einige Urlauber wollten aber offenbar auch nach Westen: Auf der A8 München Richtung Stuttgart kam es zwischen zwischen Neusäß und Adelsried zu sechs Kilometern Stau mit 22 Minuten Zeitverlust.

In Ostbayern mussten die Autofahrer am Freitag nur auf der A93 vom Kreuz Holledau in Richtung Regensburg zwischen den Anschlussstellen Bad Abbach und Regensburg-Königswiesen Geduld mitbringen: Auch hier sorgte ein etwa sechs Kilometer langr Stau für etwa 20 Minuten Verzögerung.

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