Am Montag wurden in einem öffentlichen Bus bei Feldkirchen (Kreis Straubing-Bogen) mehrere Schulkinder verletzt. Sie befanden sich im Stehplatzbereich und stürzten nach einer Vollbremsung der Busfahrerin. Einige besorgte Eltern sind der Auffassung, die Busse, die ihre Kinder zur Schule und wieder heim transportieren, wären zu überfüllt.

Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 7.15 Uhr am Kreisverkehr Ehetal bei Feldkirchen. Dort musste die Busfahrerin wegen eines Lastwagens, den sie übersehen hatte, plötzlich scharf abbremsen. Einige Kinder im Stehplatzbereich verloren daraufhin den Halt. Ein Junge stürzte in eine Trennscheibe, das Glas zersplitterte. Von all dem will die Busfahrerin allerdings nichts mitbekommen haben. Sie setzte ihre Fahrt bis nach Straubing fort. Erst bei der dortigen Ankunft sei sie darüber verständigt worden, dass sich einige Kinder bei dem Sturz leicht verletzt hatten.

Mit dem Verhalten der Busfahrerin ist Franz Ebenbeck, der Inhaber des gleichnamigen Busunternehmens, nicht einverstanden. Die Linien 22 und 23 seines Unternehmens sind auf dieser Strecke täglich im Einsatz und befördern die Schulkinder nach Straubing. In der Linie 22 ereignete sich der Vorfall. „Dass es im Stehplatzbereich in Bussen immer wieder mal zu Stürzen kommt, ist leider nicht zu verhindern“, sagt Ebenbeck. Jedoch hätte die Fahrerin den Vorfall „unverzüglich melden müssen“. Ebenbeck: „Ich habe erst am Nachmittag davon erfahren, als mich eine verärgerte Mutter anrief. Daraufhin nahm ich Kontakt zu der Fahrerin auf, die mir dann erzählte, dass das in ihrem Bus passiert sei. Sie will von all dem bis zur Ankunft nichts mitbekommen haben.“ Ebenbeck hat allerdings Zweifel an dieser Darstellung.