(ver). Die Riesenpizza von Feldkirchen ist verspeist, der Rekord ist geschafft. Und dennoch: Zwei Tage nach dem gelungenen Spektakel laufen bei Chef-Organisator Rudi Dietl immer noch die Telefone heiß. Die Erleichterung über das Gelingen dieser Großveranstaltung ist ihm auch am Montag noch anzumerken. "Es ist einfach Wahnsinn, wie viel Zuspruch ich schon bekommen habe." Und da es die Riesenpizza in Zeiten von "social networks" auch ins Internet geschafft hat, wurde auch da am Montag noch heiß über Deutschlands größte Pizza diskutiert.

"Wow, die Pizza lässt sich sehen", "War ned schlecht die Pizza", "Die Pizza war lecker", "Naja ging scho, war aber trotzdem saugeil" - diese und noch viele weitere Kommentare waren am Montag auf der Facebook-Seite zum Artikel über die Riesenpizza zu finden. Über 650 Facebook-Nutzer haben "gefällt mir" angeklickt, rund 50 Mal wurde der Artikel geteilt. Ein ungewöhnlich großer Zuspruch für ein lokales Ereignis. Auch wenn aus den vielen Internet-Kommentaren ersichtlich wird, dass die Meinungen über den Geschmack der Pizza auseinandergehen, und dass es wohl beim Verteilen der Pizzastücke ein wenig chaotisch zuging, wird klar, dass die Feldkirchner mit ihrem Rekord mächtig Eindruck gemacht haben. Vor allem für die Organisatoren gab es jede Menge Lob.
 



Mächtig stolz

Rudi Dietl ist auch mächtig stolz auf seine Mannschaft und kann es immer noch nicht so recht glauben, dass der Rekord tatsächlich geschafft ist. "Was da geleistet wurde in den vergangenen Wochen ist einfach unglaublich", sagt er. Er gibt zu, dass die Pizza vielleicht nicht ganz perfekt war. "Je weiter hinten wir die Stücke abgeschnitten haben, umso knuspriger wurden sie." Trotzdem sei kein Stück übrig geblieben. "Sie wurde bis zur letzten Salami-Scheibe verspeist." Und auch finanziell hat sich das Ganze für den SV Feldkirchen gelohnt. "Wir wissen auf alle Fälle schon, dass wir nicht draufgezahlt haben und dass für den Verein etwas übrig bleibt." Dietl ist darüber besonders froh. Denn Hauptgrund Nummer eins für das große Spektakel war, dem Verein eine neue Heizung fürs Vereinsheim finanzieren zu können.

Außerdem wollte der SV-Vorstand ein bisschen Leben nach Feldkirchen bringen, was ihm gelungen ist. Während Rudi Dietl am Samstagabend die Zahl der Besucher auf rund 3 000 schätzte, hatte er am Montag dann die tatsächliche Zahl parat: Rund 4 500 Besucher waren am Samstag nach Feldkirchen gekommen, um die Riesenpizza zu bewundern oder ein Stück von ihr abzubekommen. Das Resümee der Verantwortlichen fällt deshalb - trotz des anfangs schlechten Wetters - sehr positiv aus. "Für Feldkirchen war das schon ein tolles Spektakel", sagt Rudi Dietl.
 



Hinsken verliert Wette

Und das Spektakel wird noch nachwirken. Zum einen muss Bundestagsabgeordneter Ernst Hinsken nach verlorener Wette mit Rudi Dietl für das Sommernachtsfest im kommenden Jahr einen prominenten Redner nach Feldkirchen holen, zum anderen wird die Feldkirchner Riesenpizza auch im Fernsehen gezeigt. Wie berichtet, war am Samstag den ganzen Tag über auch ein Filmteam von Pro Sieben im Einsatz und hat einen Beitrag über die Riesenpizza gedreht.

Dieser wird eingebettet in eine Sondersendung der Reihe Galileo, bei der sich alles rund um den Erntedank dreht. Deshalb wurde nicht nur die Pizza gefilmt, sondern auch bei Gemüseanbauern in der Nachbargemeinde Oberschneiding. Fernsehmoderator Thomas "Jumbo" Schreiner, der Stargast beim Feldkirchner Rekordversuch, war dabei zu Gast bei der Gärtnerei Brunner in Siebenkofen und bei Zwiebelbauer Karl Ammer in Meindling. Dort erntete er frische Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Zucchini. Das Gemüse wurde später auf der Riesenpizza verteilt.

Info:
Der Beitrag über die Feldkirchner Riesenpizza wird am Sonntag, 30. September, ab 19.05 Uhr auf Pro Sieben ausgestrahlt.