Feiern im Ausland Ein Syrer erklärt die Feste seines Heimatlandes

In Mahmoud Wahouds Heimat wird das Fastenbrechen und das Opferfest gefeiert. Foto: Florian Wende

Ich bin Mahmoud Wahoud, komme aus Syrien. Ich bin 45 Jahre alt. In Syrien habe ich Medien studiert, dann als Sachbearbeiter in Schiffsfirmen gearbeitet. Ich bin verheiratet und habe drei kleine Söhne. Wegen des starken Kriegs in Syrien bin ich am 27. September 2015 nach Deutschland geflüchtet. Ich lebe jetzt in Straubing. Da habe ich den Integrationskurs bestanden und Sprachkurs B2-Niveau gemacht. Ich habe mich für Sachbearbeiter-Stellen bei vielen Firmen beworben, für Ausbildungen in Transport und Logistik sowie als Kaufmann.

Mit dem Weihnachtsbaum fangen die Christen das Vorbereiten für Weihnachten an. Dann kaufen sie Sachen, die sie an den Baum hängen. Wenn die Familie reich ist, sind die Sachen teurer. Man kauft neue Kleidung und kocht spezielle Kuchen. Die ganze Familie trifft einander beim Essen, Trinken und Musikhören. Die Großeltern reden über ihre Vergangenheit, die Eltern sprechen mit Onkel und Tanten und die Kinder öffnen ihre Geschenke und spielen miteinander.

Familien kommen zusammen

Islamische Leute feiern zwei Feste: Eid al-Fitr (Fastenbrechen) und Eid Aladha (Opferfest). Sie haben keinen Baum. Das Alfitrfest dauert drei Tage, das Aladhafest dauert vier Tage. Sie backen vier oder fünf verschiedene Arten von Kuchen. Beide Feste starten sehr früh am ersten Tag mit dem Beten in der Moschee.

Dann trifft sich die ganze Familie in dem Haus des ältesten Mannes der Sippe. Hier müssen Männer und Frauen allen Kindern das Festgeld geben. Damit die Kinder zu den Festspielplätzen gehen und in Geschäften in der Nähe viel Spielzeug kaufen können. Danach besucht jede Familie andere Familien und alle besuchen am zweiten Tag auch die Nachbarn.

Wenn man ein Problem hat mit einer Person, dann ist das die beste Zeit, um dieses Problem zu lösen. In heutiger Zeit feiern die Leute auch, obwohl der Krieg sehr schlimm ist. Man feiert ohne neue Kleidung und mit nur einer Art von Kuchen (oder zwei Arten maximal), weil sehr wenige Leute genug Geld haben.

 
 

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