Die Union hat bei der Bundestagswahl eine herbe Niederlage kassiert. Der Münchner Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld macht dafür unter anderem die parteiinternen Reibereien während des Wahlkampfs verantwortlich. "Der Eindruck der Zerstrittenheit ist ein gravierender Punkt in der Wählerstimmung geworden", sagt der 74-Jährige im Interview mit unserer Redaktion.

Herr Weidenfeld, Sie haben die Wahlniederlage der Union vor allem auf deren innere Zerstrittenheit zurückgeführt. Das widerspricht der verbreiteten Ansicht, es lag vor allem an Kanzlerkandidaten. Lag es tatsächlich nicht an Laschet?