FC Bayern Basketball Münchner Pokal-Triumph: Nach einem halben Jahrhundert

Erleichterung nach dem Krimi! Bayerns Basketballer feiern den Pokalsieg. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Erstmals seit 50 Jahren gewinnen Bayerns Basketballer den Pokal. "Ein großer Sieg für mich und den ganzen Verein", sagt Coach Djordjevic.

In der Kabine gab es schließlich kein Entkommen mehr für Sasa Djordjevic. Der Trainer der Bayern-Basketballer wurde von seinen Spielern mit frischem Weißbier geduscht – ganz so, wie es sich bei großen Bayern-Erfolgen gehört. Und dieser Pokaltriumph war gewiss einer. Erstmals seit 50 Jahren sind die Bayern wieder deutscher Pokalsieger. Das Djordjevic-Team gewann den Finalkrimi des Top-Four-Turniers in Neu-Ulm gegen Alba Berlin mit 80:75 und verzückte damit Klub-Präsident Uli Hoeneß.

„Das ist ein großer Sieg für mich, aber vor allem für den ganzen Verein“, sagte Djordjevic: „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs und den ganzen Stab.“ Sportdirektor und Geschäftsführer Marko Pesic war „sehr stolz“ und kündigte vor der Rückkehr nach München an: „Heute wird richtig gefeiert.“

Nebenbei lebt der Triple-Traum weiter: In der Bundesliga ist Bayern souveräner Tabellenführer und steht zudem im EuroCup-Viertelfinale.

FC Bayern Basketball gegen Alba Berlin - so lief das Finale

Jared Cunningham war mit 28 Punkten bester Werfer der Bayern, die ihren ersten wichtigen Titel seit der Meisterschaft 2014 feierten. Zugleich sandte der Klub das nächste deutliche Signal an die Konkurrenz um den nicht qualifizierten Titelverteidiger Brose Bamberg. Die Bayern waren am Samstag durch einen 84:73-Halbfinalerfolg gegen Gastgeber ratiopharm Ulm zum dritten Mal in Serie ins Endspiel eingezogen. Berlin hatte sich in der Vorschlussrunde gegen den Erstliga-Vierten medi Bayreuth 96:74 durchgesetzt. Platz drei sicherte sich Ulm mit einem 81:79-Sieg gegen Bayreuth.


Für Bayerns Coach Djordjevic gab's in der Kabine eine Bierdusche. Foto: Paulaner

Das Duell der beiden bislang besten Bundesliga-Teams der Saison aus München und Berlin war außerdem eine Neuauflage des Finals von 2016, das damals Berlin mit 67:65 gewann. Außerdem galt die Paarung auch als wichtiger Fingerzeig mit Blick auf die anstehenden Play-offs in der Liga.

Der FC Bayern hat den klaren Anspruch, bestes Team in Deutschland zu werden und mittelfristig den derzeit strauchelnden Serienmeister Brose Bamberg als Nummer eins abzulösen. Alba hält mit einem jungen Team in der Liga bislang stark dagegen.

„In einem Spiel ist alles möglich“, sagte Albas Geschäftsführer Marco Baldi vor der Partie. Alba zog mit einer variablen Offensive schnell auf 13:6 davon (6.). Die Münchner kamen im ersten Viertel nur auf eine schwache Trefferquote, verkürzten aber per Dreier von Braydon Hobbs mit der Sirene auf 19:20 und gingen mit Beginn des zweiten Spielabschnitts erstmals in Führung. Bis zur Halbzeitpause konnte sich kein Team absetzen.

Nach dem Seitenwechsel waren die Berliner wacher, kontrollierten viele Rebounds und nahmen eine 59:54-Führung mit ins Schlussviertel. Alba baute seinen Vorsprung danach auf zehn Zähler aus (32.), und die Münchner schienen in der kritischen Spielphase verwundbar. Doch sie stemmten sich vehement gegen die Niederlage – und feierten am Ende zünftig mit Weißbier.

 

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