Fall Bayern-Ei Fahrlässige statt gefährliche Körperverletzung?

In vielen europäischen Ländern sollen die mit Salmonellen verseuchten Eier aus den Ställen der Firma Bayern-Ei im Sommer 2014 für Leid gesorgt haben. Foto: dpa

Im Prozess um den Salmonellen-Skandal der niederbayerischen Firma Bayern-Ei könnte bei einem Schuldspruch auch fahrlässige statt gefährlicher Körperverletzung in Betracht kommen.

Das teilte der Vorsitzende Richter Michael Hammer am Landgericht in Regensburg am Dienstag mit. Angeklagt ist der frühere Geschäftsführer von Bayern-Ei wegen gefährlicher Körperverletzung und in einem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Der Mann weist die Vorwürfe zurück.

Die Ermittler werfen ihm vor, 2014 die Auslieferung von Eiern mit der Kennzeichnung Güteklasse A veranlasst zu haben, obwohl in den Produktionsstätten Salmonellen nachgewiesen worden waren. Mehr als 180 Konsumenten aus Deutschland, Österreich und Frankreich sollen an Salmonellen erkrankt sein, 40 der Fälle kamen zur Anklage. Ein 94-Jähriger soll aufgrund des Verzehrs von Bayern-Ei-Ware nach einer Salmonellen-Infektion gestorben sein.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading