Fake-News bei WhatsApp Ibuprofen macht nicht anfällig für Coronavirus

Derzeit geistern Fake-News durch die WhatsApp-Gruppen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Derzeit geistert eine WhatsApp-Sprachnachricht durch die Gruppen. Eine Elisabeth klärt darin ihre Freundin Isabella über angebliche Erkenntnisse der Medizinischen Universität Wien auf, wonach es einen Zusammenhang zwischen der Anfälligkeit für das Corona-Virus und der Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen gebe.

Der MDR hat allerdings inzwischen im Gespräch mit einem Sprecher der Uniklinik herausgefunden, dass dies nicht stimme. Auch die Pharmazeutische Zeitung (PZ) zitiert die in der Audio genannte Uniklinik Wien, die sich von dem Inhalt bei Twitter distanzierte.

Der PZ zufolge, spreche diese sogar "eindeutig von Fake News". Dass Ibuprofen für schwere Covid-19-Verläufe verantwortlich sein solle, entspreche ebenfalls nicht der Wahrheit.

Das Bundesgesundheitsministerium warnt indes vor Falschmeldungen wie diesen, die sich über die sozialen Medien verbreiten. Diese würden zusätzliche Ängste schüren und Stimmungen verstärken.

Eine Meldung, vor der das Ministerium ebenfalls warnt, ist jene, wonach die Bundesregierung bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen werde. Bei Twitter schreibt das Spahn-Ressort: "Das stimmt NICHT!"

Update vom 17. März:

Anfang der Woche erschien eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. Die WHO rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. WHO-Sprecher Christian Lindmeier sagte am Dienstag, es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit erhöhter Sterblichkeit verbunden sei, aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. "Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen", sagte der WHO-Sprecher. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

 

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