Fahrt an den Gardasee Hospizmobil erfüllt schwerkranker Frau ihren Traum

Nach langer Zwangspause kann das BRK Herzenswunsch-Hospizmobil wieder Wünsche erfüllen. Dieser Wunsch führte die Patientin und das Team nach Italien. Foto: Angela Fischer, BRK Herzenswunsch-Hospizmobil

Durch die Corona-Pandemie war es für die Ehrenamtlichen des BRK lange nicht möglich, Menschen mit einer palliativen Grunderkrankung ihren Herzenswunsch zu erfüllen. Doch in den vergangenen Wochen wurden unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen wieder Wünsche erfüllt: Bei einer Fahrt an den Gardasee funktionierte die Arbeit des BRK über Landesgrenzen hinweg.

Wie das BRK mitteilte, war es der Wunsch einer 59-Jährigen, die an einer Krebserkrankung leidet, eine Bootsfahrt auf dem Gardasee zu unternehmen. Da eine reguläre Bootsfahrt in ihrem Zustand nicht möglich war, kontaktierte das BRK ihr italienisches Pendant, das Croce Rosso Italiano (CRI) in Bardolino. Die italienischen Kollegen waren begeistert von der Idee und versprachen, bei der Umsetzung des Herzenswunsches zu helfen.

Beide Organisationen organisierten also eine zweieinhalbstündige Bootsfahrt mit einem Rettungsboot des CRI. Für die Gäste aus Niederbayern gab es an einem ruhigen Platz am See Prosecco und Snacks. Das Besondere an der Tour war, dass die 59-Jährige die Route über den See bestimmen durfte. Sie konnte einen Blick auf Garda, die Insel San Vigilio, Limone, Torbole und Torri del Benaco werfen. Die Organisatorin Angela Fischer resümiert: „Die Freudentränen sind geflossen, nicht nur bei unserem Fahrgast.“

Doch die Bootsfahrt war nicht das einzige, was das Team des Herzenswunsch-Hospizmobils organisiert hatte: Weil die Patientin immer erst an andere denkt und sich selbst in den Hintergrund stellt, folgte ein Einkaufsbummel über einen italienischen Markt. Dabei konnte sich die 59-jährige mit Dingen eindecken, die sie sich sonst nicht gönnt. Die glänzenden Augen und der Stolz auf die neuen Sachen zeigten, wie gut solche Dinge tun.

„Diese Fahrten zeigen, dass die Wünsche oft gar nicht groß sind und Dinge, die uns manchmal gar nicht bewusst sind, oft einen viel größeren Stellenwert für den Erkrankten haben, als wir glauben,“ war sich das Team einig.

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading