Faduma Korn ist Autorin und Dolmetscherin. Sie lebt in München. Als junges Mädchen wurde sie in Somalia selbst beschnitten. Heute arbeitet sie bei Donna Mobile und ist Vorsitzende des Vereins Nala gegen Genitalverstümmelung. Darunter versteht man die Prozedur, bei der die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane aus nicht medizinischen Gründen und bei Bewusstsein ganz oder teilweise entfernt werden.

Frau Korn, Sie waren vor wenigen Wochen in Burkina Faso im Einsatz. Welche Eindrücke haben Sie gesammelt?

Fadumo Korn: Ich habe so viel Elend gesehen, danach hatte ich selbst Alpträume. Wir haben sechs Tage hintereinander sechs bis acht Stunden am Tag Frauen behandelt, von Krebsvorsorge bis Untersuchungen von Genitalverstümmelungen. Ich habe der Münchner Gynäkologin Eiman Tahir assistiert, ihr zum Beispiel mit einer Taschenlampe Licht bei der Untersuchung gespendet.

Was genau war Ihre Mission?

Korn: Unsere Gruppe hatte unter anderem 100 Kilo Medikamente dabei. Der Plan war, die Frauen zu untersuchen, aber auch Statistiken zu erstellen, etwa welche Art von Beschneidung sie haben, oder auch, wie viele Kinder sie zur Welt gebracht haben. Eine Frau hatte zwölf oder 14 Geburten hinter sich, genau wusste sie es nicht mehr. Fünf Kinder hat sie verloren.

Wie alltäglich ist für Frauen in dem westafrikanischen Land ein Besuch beim Frauenarzt?

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