Experte erklärt So machen Sie Ihre Vespa fit für den Sommer

Vor der ersten Fahrt mit der Vespa sollte man nach dem Winter erst einmal prüfen, ob Reifendruck und Co. noch passen. Foto: imago/imagebroker

Mit dem Frühling ist inzwischen auch die Vespa-Saison wieder voll in Fahrt – wir haben mit Vespa-Restaurateur Raphael Knespel aus Parkstetten (Kreis Straubing-Bogen) darüber gesprochen, wie man die Vespa nach dem Winter wieder fit für Ausflüge macht und welche Fehler man auf keinen Fall machen sollte.

Eigentlich geht die richtige Vorbereitung auf den Vespa-Sommer schon mit der Einwinterung los, sagt Raphael Knespel. Er betreibt in Parkstetten mit „Wer liebt, der schiebt“ einen Vespa-Verleih – und neuerdings auch eine Werkstatt für die Zweiräder. Nach dem Winter empfiehlt Knespel, erst einmal den Reifendruck zu überprüfen und je nach dem, wie prall die Reifen sind, sie etwas aufzupumpen oder Luft herauszulassen.

„Die zwei Reifen sind für mich eigentlich die wichtigsten Geschichten, weil sie der einzige Kontakt zur Straße sind.“ Neben dem Reifendruck ist für Vespafahrer auch wichtig, ob die Räder noch genügend Profil haben, ob noch genug Weichmacher drin sind oder wie alt die Reifen schon sind. „Laut TÜV darf man auch noch mit Reifen fahren, die schon 20 Jahre alt sind. Ich würde aber keine Reifen mehr fahren, die älter als zehn Jahre alt sind, weil die dann schon ‚breddlhart‘ sind.“

„Wer keinen ‚Winterplatten‘ möchte, pumpt seine Reifen am besten aber schon vor dem Einlagern auf etwas über zwei Bar auf“, sagt er. Über den Winter kommt die Vespa dann auf einen Hauptständer, dabei lastet dann allerdings das Gewicht nur auf dem hinteren Reifen. „Wenn man es gut machen möchte, stellt man den am besten auf Styropor. So kann die Kälte dem Reifen die Luft nicht entziehen.“

Batterien und Tank prüfen

Besonders störanfällig bei Vespas sind übrigens die Batterien – sofern sie denn welche haben. „Wenn die Batterien im Winter nicht an ein Ladegerät angeschlossen waren, werden die im Frühling sehr schwach sein“, sagt Knespel. Ein weiterer Punkt sei Rost im Tank. Um das zu vermeiden, muss man allerdings schon vor dem Einwintern daran denken, den Tank voll zu tanken. „Ein leerer Tank kann sonst im Winter dahinrosten.“

Zur Aufbewahrung stellt man die Vespa am besten an einen trockenen, aber luftigen Ort – nicht unter eine Plastikplane, dort fange sie nämlich an zu schwitzen. Auch dreckig sollte die Vespa nicht über zu lange Zeit bleiben – vor allem nicht, wenn Vogelkacke auf dem Blech liegt. „Dann kann der Lack nämlich angegriffen werden und man hat im wahrsten Sinne des Wortes ‚verschissen‘.“

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