Zwischenzeitlich strauchelte auch sein Heimatverein EV Landshut gewaltig. Allerdings eine Etage tiefer in der Oberliga Süd. Am Ende wurden dort während einer Saison drei Trainer verschlissen. Da drängte sich ein Anruf bei dem „verlorenen Sohn“ in Rosenheim fast schon auf. „Der EV Landshut hatte im Januar bei mir angefragt. Die Aufgabe hätte mich sehr gereizt. Allerdings hatte ich damals noch Vertrag in Rosenheim. Es wäre schlechter Stil von mir gewesen, wenn ich damals in der angespannten sportlichen Situation in Rosenheim bei Landshut zugesagt hätte“, erklärt Franz Steer. Als er dann wenige Wochen später bei den Oberbayern suspendiert wurde, war es für ein Engagement in Landshut zu spät. Steer: „Zu dem Zeitpunkt wollte mich Stefan Endraß (Geschäfsführer des EV Landshut, Anm. d. Red.) nicht mehr haben. Er plante mit Axel Kammerer. Ich hatte die losen Verhandlungsgespräche wenige Wochen zuvor nur mit einem bestimmten Gesellschafter geführt.“

Ohnehin hat Franz Steer die Entwicklungen bei seinem Heimatverein über die Jahre hinweg stets mit großem Interesse verfolgt. Vor allem die Ära Beck/Donbeck, die letztlich zum Lizenzentzug in der DEL2 und einer Beinahe-Insolvenz des EVL führte, sorgte bei dem 58-Jährigen für Kopfschütteln. Steer erinnert sich an ein Gespräch mit einem seiner ehemaligen Rosenheimer Spieler, dem Kanadier Cory Quirk: „Er hat mir erzählt, was ihm für ein Angebot aus Landshut vorlag. Das war utopisch. Für das Geld hätte ich in Rosenheim drei Kontingentspieler bezahlen können. Da war mir klar, dass das nicht gutgehen kann.“

Zukunft noch offen

Auch, wenn er vorerst nicht Teil der Zukunft des EV Landshut sein wird, drückt Steer seinem Heimatverein die Daumen. „Ich denke, die aktuelle Gesellschafterstruktur in Landshut ist gut für die Zukunft. Da lässt sich schon was bewegen“, glaubt der 58-Jährige. Wie es bei ihm selbst weitergeht, darüber hat Franz Steer indes noch nicht entschieden. „Ich habe einige Angebote vorliegen, zwei aus der DEL2 und drei aus der Oberliga. Aktuell kann ich aber noch nicht sagen, ob ich eines davon annehme oder ob ich erstmal eine Pause einlege“, möchte sich Steer noch nicht festlegen.