Kaum ein Spieler prägte den SSV Jahn Regensburg in der jüngsten Vergangenheit so wie Marco Grüttner. In seinen vier Jahn-Jahren hatte der ehemalige Kapitän und Stürmer einen maßgeblichen Anteil am Zweitliga-Aufstieg 2017 sowie an den folgenden drei Klassenerhalten - durch seine 48 Tore, aber noch viel mehr durch seinen unbändigen Kampfgeist. Als sich der gebürtige Ludwigsburger im November 2019 aus familiären Gründen dazu entschied, den Jahn im Sommer 2020 in Richtung Heimat zum Oberligisten SGV Freiberg zu verlassen, würdigte Geschäftsführer Christian Keller den heute 35-Jährigen als "einen der größten Spieler, die der SSV Jahn jemals hatte."

Grüttner kündigte nach seinem letzten Einsatz im rot-weißen Trikot schon an, dass er sicher wieder beim Jahn vorbeischauen werde. Gesagt, getan. Am vergangenen Sonntag saß er beim Spiel gegen Nürnberg auf der Tribüne im Jahnstadion Regensburg. Anlass genug für ein Gespräch mit dem Ex-Kapitän. Im Interview mit unserer Mediengruppe erklärt Grüttner, was seine Tochter damit zu tun hat, dass er die Jahn-Spiele regelmäßig am Fernseher verfolgt, warum Pläne für ein Abschiedsspiel kürzlich erst gescheitert sind; und warum eine Rückkehr zum Jahn in anderer Funktion durchaus möglich ist.