Ex-Bundestrainer

Klinsmann sieht EM-Achtelfinale als "Fünfzig-Fünfzig-Geschichte"


Der ehemalige Nationalspieler und Bundestrainer Jürgen Klinsmann gewann mit der deutschen Nationalmannschaft 1996 den EM-Pokal im Londoner Wembley-Stadion. Für die Partie am Dienstagabend am selben Ort hält der 56-Jährige alles für möglich.

Der ehemalige Nationalspieler und Bundestrainer Jürgen Klinsmann gewann mit der deutschen Nationalmannschaft 1996 den EM-Pokal im Londoner Wembley-Stadion. Für die Partie am Dienstagabend am selben Ort hält der 56-Jährige alles für möglich.

Von sid

Jürgen Klinsmann sieht das EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England als eine "Fünfzig-Fünfzig-Geschichte". Das Duell in London (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) würden "fußballerische und mentale Details entscheiden", sagte der ehemalige Bundestrainer im Interview mit der Süddeutschen Zeitung und nannte "die Disziplin, die Leidens- und Widerstandsfähigkeit" als Faktoren. Beide Teams würden zudem "verblüffende Ähnlichkeiten bei Stärken und Schwächen" aufweisen, "weil sie sich jeweils noch nicht perfektioniert haben".

Über das wahre Leistungsvermögen der beiden Mannschaften rätselt Klinsmann ein bisschen. "Das Ungewisse gibt dieser Partie einen besonderen Reiz", sagte der Europameister-Kapitän von 1996. Bei England und Deutschland wisse niemand, was passieren werde, "weil die vielen Jungprofis noch extremen Leistungsschwankungen unterliegen und ihre Tagesform nicht abzusehen ist".

Seinem Nachfolger Joachim Löw wünscht er "von Herzen mindestens das Erreichen des Halbfinales, weil sein Verdienst für die Nationalmannschaft riesig ist". Ein Vorteil von Löw sei gewesen, dass er sich "in politische Dinge beim DFB nie eingemischt" habe. "Fürs Politische und Wirtschaftliche ist Oliver Bierhoff zuständig und für die Medien der Pressebeauftragte", sagte Klinsmann. Das habe Löw klasse gemacht: "Jogi trägt die Gelassenheit in sich."

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