Erstickungstod Menschenschmuggler nach Tod von 39 Migranten verurteilt

Container stehen im Hafen von Zeebrugge. Foto: Olivier Matthys/AP/dpa

Er sollte Migranten in einem LKW nach London bringen, doch sie waren bereits tot. Nun ist der 28-Jährige zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Rund zweieinhalb Jahre nach dem qualvollen Erstickungstod von 39 geschleusten Vietnamesen in einem Lastwagen auf dem Weg nach Großbritannien ist ein weiterer Beteiligter zu knapp vier Jahren Haft verurteilt worden.

Das Urteil gegen den 28-jährigen Rumänen erging am Montag von einem Gericht in London. Er sollte die Migranten nach London bringen, doch sie waren bereits tot. Die Vietnamesen waren zuvor in einem luftdichten LKW-Auflieger per Fähre vom belgischen Zeebrugge ins englische Purfleet gelangt.

Mann wollte 1000 Pfund kassieren

Für den Auftrag im Oktober 2019 wollte der Mann 1000 Pfund (knapp 1200 Euro) kassieren. Vor Gericht gab er zu, vorher mehrmals an Menschenschmuggel beteiligt gewesen zu sein, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Nach der Entdeckung der Leichen durch einen Komplizen war der Mann zunächst außer Landes geflohen. Er wurde später in Italien nahe Mailand festgenommen und nach Großbritannien überstellt.

Im Zusammenhang mit dem Fall waren bereits im Januar vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die beiden Anführer der Schleuserbande erhielten Strafen von 27 beziehungsweise 20 Jahren Gefängnis. Der Fahrer des Lastwagens wurde zu 13 Jahren und vier Monaten Haft verurteilt, ein vierter Mann zu 18 Jahren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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