Erste Pläne Setzt Tschechien künftig verstärkt auf Atomkraft?

Auch in Temelin (Tschechien) ist ein weiterer Meiler im Gespräch. Foto: Michael Heitmann, dpa

Während in Deutschland ein Kernkraftwerk nach dem anderen peu à peu vom Netz geht, soll andernorts womöglich verstärkt auf Kernkraft gesetzt werden. Der tschechische Stromkonzern CEZ und der US-amerikanische AKW-Bauer GE Hitachy wollen künftig kooperieren, um in Tschechien Kohle- durch Kernkraftwerke zu ersetzen.

Noch im Januar wollte die IHK Niederbayern wissen, wie es mit der Stromversorgung weitergeht, wenn das Atomkraftwerk Isar 2 bei Landshut spätestens Ende 2020 vom Netz geht. Die Studie kam zu dem Schluss, dass auch nach 2030 eine Versorgungssicherheit in Niederbayern gegeben ist.

Während man hierzulande künftig also vorwiegend auf erneuerbare Energien setzen möchte, scheint man sich im Nachbarland Tschechien in puncto Kernkraft stärker engagieren zu wollen. Einen ersten Schritt in diese Richtung könnte eine Absichtserklärung bedeuten, die der staatliche Energiekonzern CEZ und der amerikanische Kraftwerkskonzern GE Hitachy Nuclear Energy (GEH) am Montag bekannt gemacht haben. Perspektivisch sollen in Tschechien Kohle- durch Kernkraftwerke ersetzt werden. Das berichtet das Portal Onetz.

Um die international vereinbarte Senkung des CO2-Ausstoßes zu erfüllen, plant die tschechische Regierung seit längerem, alte Kohlemeiler durch Atomkraftwerke (AKW) zu ersetzen. Für einen Neubau in Dukovany läuft bereits die Planfeststellung. Auch in Temelin ist ein weiterer Meiler im Gespräch. Was unter anderem die Oberpfalz wegen der räumlichen Nähe betrifft: im Braunkohlegebiet bei Sokolov steht das Kraftwerk Tisová, das dann ebenfalls durch ein Kernkraftwerk ersetzt werden könnte. 

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