Erste Heimniederlage der Saison Tigers unterliegen effizientem Spitzenreiter Bremerhaven mit 1:4

Die Straubing Tigers mussten gegen Bremerhaven die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Foto: fotostyle-schindler.de

Die Straubing Tigers haben auch ihr zweites Spiel des Wochenendes verloren. Am Sonntag unterlagen die Niederbayern den Fischtown Pinguins Bremerhaven am heimischen Pulverturm mit 1:4.

Im Vergleich zur 2:3-Niederlage vom Freitag in Schwenningen veränderte Tigers-Coach Tom Pokel sein Aufgebot gleich auf vier Positionen. Für Trenton Bourque, Stephan Daschner, Joshua Samanski sowie Bastian Eckl rückten Brandon Manning, Mario Zimmermann, Yannik Valenti und Mike Connolly ins Lineup. Pokels gegenüber Thomas Popiesch sah hingegen wenig Grund gegenüber dem 4:3-Heimsieg nach Verlängerung gegen Mannheim größere Personalwechsel vorzunehmen. Lediglich Tim Lutz, der am Freitag noch als 13. Stürmer am Spielberichtsbogen gestanden hatte, war nicht mit von der Partie.

Vor der abermals enttäuschenden Kulisse von lediglich 3.418 Zuschauern vom Auftaktbully weg, dass sie die Niederlage vom Freitag schnell vergessen machen wollen und übernahmen sofort die Kontrolle. Mehrere Straubinger Abschlüsse in den Anfangsminuten verpassten allerdings entweder das Tor oder waren Beute des Bremerhavener Schlussmanns Brandon Maxwell. In einem temporeichen ersten Drittel zeigten sich aber auch immer wieder die Pinguins, die als einziges Team der PENNY DEL bis dato noch ungeschlagen sind, mit schnellen Gegenstößen gefährlich. Da aber auch diese nicht von Erfolg gekrönt waren und die Tigers aus ihrer Überlegenheit ebenfalls bis zur Drittelsirene kein Kapital schlagen konnten, ging es torlos in die erste Pause.

Die Gäste am Drücker

Die erste Offensivaktion hatten wiederum die Blau-Weißen: Zimmermann scheiterte mit seinem Schuss an Maxwell. Danach hatten die Gäste eine richtig starke Phase und es wurde in kurzer Zeit mehrfach richtig brenzlig vor Tigers-Goalie Hunter Miska. Doch dieser behielt sowohl gegen Alexander Fries als auch Ross Mauermann sowie Nino Kinder die Oberhand. Kurz darauf musste mit Straubings Taylor Leier erstmals an diesem Abend ein Akteur auf die Strafbank. Und dies nutzte Bremerhaven eiskalt aus: Friesen bediente Phillip Bruggisser und der Däne traf per Blueliner zur Gästeführung. Miska war dabei die Sicht verstellt, sodass er das bereits fünfte Powerplay-Tor der Pinguins im vierten Saisonspiel nicht verhindern konnte. Auch in der Folge blieben die Gäste am Drücker und legten nicht einmal zweieinhalb Minuten später den zweiten Treffer nach. Mit Niklas Andersen zeigte sich dafür erneut ein Spieler aus Dänemark verantwortlich. Bedingt durch zwei eigene erste Überzahlspiele arbeiteten sich die Gastgeber in den letzten Minuten des zweiten Drittels wieder zurück ins Spiel. Das erste Powerplay blieb zwar noch ungenutzt, doch im zweiten dauerte es nur wenige Sekunden, ehe Travis Turnbull nach einem Manning-Schuss am langen Pfosten abstaubte und die Tigers – mit ihrem ebenfalls bereits fünften Powerplay-Treffer der noch jungen Saison – erstmals in der Partie auf das Scoreboard brachte.

Im Schlussabschnitt drängten die Niederbayern auf den Ausgleich. Doch die Chancen – unter anderem von Jason Akeson und Tim Brunnhuber – wollten nicht zum zweiten Straubinger Treffer führen. Bremerhaven beschränkte sich in dieser Phase des Spiels wieder zunehmend auf das Kontern, blieb dabei aber weiter gefährlich. Nach einem Scheibenverlust im eigenen Verteidigungsdrittel zappelte dann sogar die Scheibe ein drittes Mal hinter Miska im Netz. Markus Vikingstad bediente Skyler McKenzie, der kompromisslos abschloss. In der Schlussphase warfen die Tigers nochmals alles nach vorne, es fehlte aber auch weiterhin die letzte Durchschlagskraft. So sorgte Miha Verlic ins – zu diesem Zeitpunkt verwaiste – Straubinger Gehäuse in der Schlussminute für den 4:1-Endstand aus Sicht der Nordseestädter. Kapitän Sandro Schönberger und seine blau-weißen Teamkollegen blieben hingegen in allen sechs gespielten Dritteln des Wochenendes ohne eigenen Treffer bei numerischer Gleichzahl. Weiter geht es für die Tigers am kommenden Mittwoch (Spielbeginn um 19.30; live bei MagentaSport) mit dem Gastspiel bei den Adlern Mannheim.

Straubing Tigers – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:4 (0:0, 1:2, 0:2)
Straubing:
Miska – Manning, Scheid; Brandt, Kohl; Zimmermann, Lampl; Klein – Adam, Connolly, Akeson; Tuomie, Brunnhuber, Lipon; Leier, Zengerle, St. Denis; Schönberger, Turnbull, Valenti
Bremerhaven: Maxwell – Jensen, Eminger; Samuelsson, Alber; Wirth, Bruggisser – Urbas, Jeglic, Verlic; Uher, Friesen, Andersen; McKenzie, Vikingstad, Mauermann; Kinder, Wejse, Saakyan
Tore: 0:1 (29:07) Bruggisser (Friesen – PP1), 0:2 (31:27) Andersen (Friesen), 1:2 (37:54) Turnbull (Manning, Adam – PP1), 1:3 (51:11) McKenzie (Vikingstad), 1:4 (59:25) Verlic (Alber);
Strafminuten: Straubing 4, Bremerhaven 8;
Schiedsrichter: Hoppe, Rohatsch
Zuschauer: 3.418.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading