Ermittlung Erpressung bei der Commerzbank: Keine weiteren Briefe

Seit dem Erpressungsversuch der Commerzbank mit einem gefährlichen Brief in einer Nürnberger Filiale sind bisher keine weiteren dieser Sendungen eingegangen. Ähnlich präparierte Kuverts seien bislang nirgendwo in Mittelfranken aufgetaucht, sagte Polizeisprecher Michael Konrad am Montag. Auch aus anderen Orten im Bundesgebiet hätten Ermittler bisher keine solchen gefährlichen Briefe gemeldet. Einen Hinweis auf den Täter gibt es nach Polizeiangaben bisher nicht.

Eine Bankangestellte hatte am 24. März ein Kuvert im DIN-A5-Format geöffnet. Dieses enthielt eine mechanische Konstruktion, die beim Öffnen eine chemische Reaktion auslöste, so dass es zu einer Stichflamme kam. Die Frau blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock.

Inzwischen gab die Polizei bekannt, dass der Absender des Briefes Geld von der Bank erpresse wollte. Er habe sich bei der Commerzbank gemeldet und gedroht, weitere gefährliche Briefe an Filialen sowie Kundinnen und Kunden zu schicken, sollte er das geforderte Geld nicht bekommen.

Spezialisten untersuchen den Brief nach Polizeiangaben zurzeit auf mögliche Spuren. Dieser sei das zentrale Beweisstück, sagte Konrad. Die Ermittlungen glichen zurzeit einem Puzzle. "Der Täter arbeitet offensichtlich so, dass er es möglichst vermeidet, Spuren zu setzen." Dennoch gebe es einzelne Hinweise. Noch seien aber die Zusammenhänge unklar, wieso der Täter die Commerzbank ausgewählt habe und wie er möglicherweise an Kundenanschriften gelangen könne.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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