Erinnerungen eines Kriegskinds - Teil 1 Karl Münch (86) über seine Kindheit im Krieg, das Ende und die Zeit danach

Heimatforscher Nik Söltl und Zeitzeuge Karl Münch Foto: Sebastian Schmid

Karl Münch ist 86 Jahre alt und stammt aus Mannheim. Er erlebte den Zweiten Weltkrieg aus Sicht eines Kinds. Nun erinnert er sich an seine unruhig verlaufene Kindheit in der Großstadt und auch an seine Zeit 1944/45 in Landau, die er als abenteuerlich und mit vielen neuen Eindrücken erlebte.

"Während des Zweiten Weltkriegs war meine Heimatstadt Mannheim ein bevorzugtes Ziel für schwere Luftangriffe. Bei Fliegeralarm suchte meine Mutter mit mir, meiner kleinen und meinen zwei älteren Schwestern unter Sirenengeheul Schutz in einem mächtigen Hochbunker, in den auch die anderen Bewohner unseres Stadtteils Neckarau strömten. Dort mussten wir jedes Mal viele Stunden ausharren, die mir wie eine Ewigkeit erschienen. Es herrschte ein ungeheurer Lärm. Wir nahmen die Bombeneinschläge wahr, die Erde schien zu beben und wir hatten furchtbare Angst um unser Leben. Mein Vater konnte nicht bei uns sein. Er war als Soldat an der Front.

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