Ergebnis der Umfrage Keine Werbeprospekte mehr? idowa-Leser sind gespalten

Die Einen lieben sie, die Anderen sind genervt von ihnen: Werbeprospekte. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Immer mehr Handelsketten überlegen, in Zukunft auf gedruckte Werbeprospekte zu verzichten. Überfälliges Ende eines veralteten Werbeformats oder doch falscher Fokus auf anderweitigen Ersatz? Unsere Leser waren dazu geteilter Meinung.

Insgesamt beteiligten sich 1.939 Leser an unserer Umfrage - und kamen dabei zu keinem eindeutigen Ergebnis. 835 Teilnehmer, oder auch 43 Prozent, fänden es gut, wenn es Werbeprospekte in Papierform künftig nicht mehr geben würde. 765 Leser (40 Prozent) wollen dagegen gerne weiterhin in den Prospekten blättern und sind gegen eine Abschaffung. 339 Teilnehmer (17 Prozent) ist die Werbung dagegen egal - für sie spielen die Prospekte beim Einkaufen keine Rolle. 

Auch auf unserer Facebookseite wurde unter dem Beitrag angeregt diskutiert. Hier zeichnete sich ebenfalls ein ausgeglichenes Stimmungsbild ab. Vielen Lesern, die sich für ein Ende der Prospekte aussprachen, war der anfallende Papiermüll ein Dorn im Auge. "Gut! Kein Mensch braucht diesen Papierberg. Wandert alles ungelesen in die Papiertonne", war ein Satz, den man in verschiedenen Abwandlungen mehrfach finden konnte. Viele Nutzer verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf den Nutzen von "Keine Werbung"-Aufklebern, um unnötigen Papiermüll zu vermeiden. Die Gegner der Abschaffung argumentierten hingegen oft damit, dass es ohne die Papierprospekte keinen Zugang zu Werbeangeboten außerhalb der neuen Medien geben würde. Gerade für "ältere Semester" seien sie deshalb nicht wegzudenken. Ein User fasste es folgendermaßen zusammen: "Leider werden die älteren Menschen, welche nicht im Internet aktiv sind, vergessen." Ein Leser merkte zudem an, dass ohne die Prospekte Jobstellen für Verteiler wegfallen würden - und damit eine Verdienstmöglichkeit. 

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