Erfolgsmodell braucht Unterstüzung In Bayern fehlen 3.000 Schulweghelfer

Drei Schüler warten an einer Straße, auf der ein Auto vorbei fährt. Eltern und ihr verursachter Anlieferungsverkehr sind das Gefährlichste am Schulweg. Foto: Arne Dedert, dpa

Zum Start ins neue Schuljahr fehlen in Bayern rund 3000 Verkehrshelfer. Durch den coronabedingten Distanzunterricht im vergangenen Schuljahr seien die Ehrenamtlichen monatelang nicht gebraucht worden, und so mancher habe sich im Anschluss nicht erneut engagiert, sagte der Geschäftsführer der Landesverkehrswacht Bayern, Manfred Raubold, am Donnerstag in München.

Rund 27 000 Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene sichern als Schülerlotsen und Schulweghelfer oder als Begleiter in Bussen und Bahnen die Schulwege im Freistaat ab.

"Wenn wir wie vor Corona um die 30 000 lägen, wäre es schon sehr gut", erläuterte Raubold. Dennoch bewertete er das seit Jahrzehnten etablierte Modell grundsätzlich positiv: "Aus bayerischer Sicht kann man sagen, wenn es bundesweit zwischen 50 000 und 60 000 Schulwegdienste gibt und Bayern davon die Hälfte hat, kann man nicht klagen. Aber nicht jeder Schulweg ist so sicher, wie er sein sollte." Vor allem, aber nicht nur die heuer 121 000 Erstklässler unterschätzen häufig die Gefahren im Straßenverkehr.

Wer helfen möchte, wendet sich am einfachsten an die jeweilige Schulleitung. Alle Schulweghelfer werden von den Verkehrserziehern der Polizei ausgebildet und sind während ihres Ehrenamtes versichert - auch, wenn trotz ihres Einsatzes ein Kind zu Schaden kommen sollte. Doch das ist glücklicherweise nicht zu erwarten: "Die Schulwegdienste sind ein Erfolgsmodell", betonte Raubold. "Sie wurden 1953 eingeführt, und seit dieser Zeit ist es bundesweit an gelotsten Übergängen zu keinem tödlichen Unfall gekommen."

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