Ein Brunnen für ein Dorf in Gambia: Mit diesem Anliegen hat sich Sandra Meindl aus Geiselhöring im Mai dieses Jahres an unsere Mediengruppe gewandt. Mit einem Anfang Juni veröffentlichen Bericht wollte sie Spenden für ihr Projekt akkreditieren. Schon ein paar Monate später hat sie ihr Vorhaben nicht nur umgesetzt, sondern übertroffen. Durch den Spendenaufruf kamen über 7.000 Euro Spenden zusammen, mit denen sie im August nicht nur einen, sondern zwei Brunnen im westafrikanischen Gambia bauen konnte.

Selbstsicher habe sie ihre Reise Anfang August angetreten. "Ich hatte alles gut geplant", erinnert sie sich. In Deutschland hatte sie über das Internet Kontakt zu Bohrfirmen in Gambia hergestellt und diejenige ausgewählt, die ihr am kompetentesten und vertrauenswürdigsten erschien. Kurz nach ihrer Ankunft in Gambia trifft sie sich mit dem Inhaber, der ihr klarmacht, dass sie erst einmal einen Vorschuss leisten muss. Ohne diesen würde er seine Truppe nicht losschicken. "Die ganze Fahrt in das Dorf lang habe ich gebangt, ob der Bohrtrupp auch wirklich kommt und sich nicht mit meinem Vorschuss aus dem Staub gemacht hat." Zudem begleitete sie die Angst, jemand könne sie überfallen und ihr das restliche Geld stehlen. "Schließlich habe ich es in meinen BH eingenäht."