Erding Demoanlage für Zwischenfrüchte - Besucher sind willkommen

Demoanlage Zwischenfruchtanbau vor den Toren Erdings. Foto: Maria Brunner, AELF

Gleich vor den Toren Erdings sind seit kurzem wieder Pfosten mit Schildern auf einer Ackerfläche neben der B 388 beim Weiler Loh zu sehen. Wie bereits in den Vorjahren, wurde diese Demoanlage zum Zwischenfruchtanbau in Zusammenarbeit mit der Gewässerschutzberatung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Erding mit dem Landwirt Hörmann Stefan angesät.

Eine Besichtigung können alle Interessierte selbstständig durchführen. Termine für offizielle Begehungen sind aufgrund der Corona-Pandemie derzeit noch unsicher. Interessenten erhalten weitere Informationen unter Telefon 08122 / 4800 oder poststelle@aelf-ed.bayern.de.

Allerdings sollen nicht nur Landwirte von der Demoanlage profitieren, um verschiedene Zwischenfruchtmischungen hinsichtlich deren Massenwachstum und Überwinterungsleistung zu beurteilen. Imker und Bienenfreunde können in den kommenden Wochen unterschiedliche Blühaspekte der angebauten Pflanzen bewundern. Natur- und Landschaftsliebhaber werden sich an den prächtigen, farbenfrohen und abwechslungsreichen Farbtupfern in der Landschaft erfreuen. Wildlebende Tierarten finden Nahrung und Versteckmöglichkeiten. Am meisten profitiert aber der Mensch nicht direkt messbar von dieser Demoanlage und vom Zwischenfruchtanbau, sondern indirekt über den Umweg Boden-, Wasser- und Klimaschutz entstehen für die heimische Bevölkerung unschätzbare Vorteile. Der Boden wird durch den aufwachsenden Pflanzenbestand vor Wind- und Wassererosion geschützt. Niederschlagswasser kann leichter in den Boden eindringen und steht für Grundwasserneubildung zur Verfügung. Kohlendioxid aus der Luft wird in Pflanzenmaterial umgewandelt und klimaneutral gebunden. Die absterbende Zwischenfrucht trägt zum Humusaufbau im Boden bei oder liefert Nahrung für Bodenlebewesen. Diese positiven Effekte durch die Zwischenfrüchte treten nicht nur im Herbst auf, sondern können auch im Winter sowie im kommenden Frühjahr bei der Nachfrucht Mais im Anbauverfahren Mulchsaat noch beobachtet werden.

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