Engagement geht weiter Anti-Donaulied-Aktion: Online-Petition endet

Ein Notenblatt mit dem Liedtext einer Version des Donauliedes wird am Donauufer gehalten. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild

Die Online-Petition gegen das Donaulied endet am 15. August. In den drei Monaten seit Beginn der Aktion haben die Initiatoren aus Passau rund 36.000 Stimmen von Unterstützern gesammelt. Studentin Corinna Schütz, die die Aktion angestoßen hatte, sieht darin einen Auftrag, sich weiter gegen Sexismus in Bierzelten stark zu machen. Eine oft auf Volksfesten gespielte Fassung des Donauliedes beschreibt die Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens.

Mit der Online-Petition wollen die Initiatoren erreichen, dass das Lied auf Passaus Volksfesten nicht mehr gespielt wird. Über Parteigrenzen hinweg fanden Schütz und ihre Mitstreiter Zuspruch, unter anderem von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU).

In einem nächsten Schritt will die Gruppe ihr Engagement auf andere Städte ausweiten. Dafür hätten sie schon Städte mit größeren Volksfesten angeschrieben, sagt Schütz. Die Rückmeldungen seien sehr unterschiedlich ausgefallen. Während einige Städte bereits viel für die Sicherheit von Frauen auf Volksfesten täten, spiele das Thema in anderen Städten noch eher eine untergeordnete Rolle. Auch mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sucht die Passauer Gruppe Schütz zufolge den Austausch.

Der Oberbürgermeister von Passau, Jürgen Dupper (SPD), hat jedenfalls bereits zugesichert, sich im Sinne der Anti-Donaulied-Initiatoren bei Festwirten einsetzen zu wollen. Die Stadt Montabaur (Westerwaldkreis) in Rheinland-Pfalz griff die Idee aus Niederbayern auf und verbannte das Donaulied per Stadtratsbeschluss aus ihren Bierzelten.

In dem Liedtext heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, Sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala / Für mich war es schön und für dich sicher auch, Ohohoholalala."

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