Ende Gratis-Tests Zahlreiche Fehlanmeldungen an der Landshuter Teststation

Die kostenlosen Bürgertestungen per Antigenschnelltest und die kostenfreien PCR-Tests sind mit Wirkung zum 11. Oktober abgeschafft worden. Das wissen aber offenbar noch nicht alle Landshuter. (Symbolbild) Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Symbolbild/dpa

Die kostenlosen Bürgertestungen per Antigenschnelltest und die kostenfreien PCR-Tests sind mit Wirkung zum 11. Oktober abgeschafft worden. Seit Montag müssen damit auch in der Stadt Landshut Erwachsene, die sich auf das Coronavirus SARS-Cov-2 testen lassen möchten, normalerweise zahlen. Das gilt auch dann, wenn ein negativer Testnachweis zur Einhaltung der 3G-Regeln benötigt wird.

Allerdings ist die neue Rechtslage offensichtlich noch längst nicht allen Bürgern bekannt, teilt die Stadt Landshut mit. Das städtische Testzentrum auf der Grieserwiese verzeichnete seit Montag mehrere hundert Fehlanmeldungen von Personen, die keinen Anspruch mehr auf einen Gratistest haben.

Zu einem kostenlosen Antigenschnelltest berechtigt sind gemäß Neufassung der Testverordnung des Bundes nur noch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere, Studierende und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Virus impfen lassen können – wobei ein Nachweis vorzulegen ist. Alle anderen Testwilligen müssen abgewiesen werden, weil kommunale Teststationen aus rechtlichen Gründen generell keine kostenpflichtigen Tests vornehmen dürfen.

Soweit Personen mit Covid-typischen Krankheitssymptomen – in der Regel per PCR-Verfahren – auf eine Infektion mit Sars-Cov-2 getestet werden müssen, sind dafür nicht mehr die kommunalen Testzentren, sondern ausschließlich die niedergelassenen Ärzte zuständig.

Dagegen können Schüler, die ihm Rahmen der regelmäßigen Schultestungen ein positives Ergebnis erhalten haben, und Kontaktpersonen von nachweislich Infizierten auch an den kommunalen Einrichtungen einen PCR-Test durchführen lassen. Voraussetzung dafür ist aber die Vorlage eines entsprechenden Nachweises der Schule beziehungsweise eine Überweisung des Staatlichen Gesundheitsamts sowie eine vorherige Terminvereinbarung.

Keine Auswirkung auf Impfbereitschaft

Die Änderung der bundesweiten Teststrategie hat zumindest in der Stadt Landshut bisher noch keine messbaren Auswirkungen auf die Impfbereitschaft. Die Nachfrage ist laut Thomas Schindler, der das städtische Impfzentrum an der Ringelstecherwiese leitet, seit Wochen konstant: „Momentan verzeichnen wir – wie in den Vorwochen – durchschnittlich 60 bis 70 Erstimpfungen pro Tag, wobei der vergangene Samstag mit knapp 100 Erstimpfungen schon etwas heraussticht.“

Dazu kommen täglich mehrere Dutzend Zweitimpfungen und vereinzelt auch erste Drittimpfungen, so Schindler. „Damit arbeiten wir eigentlich über unseren Kapazitätsgrenzen.“ Diese mussten nämlich aufgrund landesrechtlicher Vorgaben Anfang Oktober deutlich reduziert werden. „Die kommunalen Impfzentren sind seither eigentlich nur noch als Ergänzung zum Angebot der Hausärzte vorgesehen."

Einen laufend aktualisierten Überblick über die privat betriebenen Teststationen in Stadt und Landkreis Landshut, die kostenpflichtige Coronatests für alle Bürger anbieten, gibt es im Internet unter www.landshut.de/schnelltest. Das städtische Impfzentrum ist von Dienstag bis Samstag jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading