Anstrengender Arbeitssieg RB Leipzig gewinnt auch in Nürnberg

Leipzigs Lukas Klostermann (verdeckt) jubelt mit seinen Mannschaftskameraden über seinen Treffer zum 1:0. Foto: Daniel Karmann/dpa

RB Leipzig feiert auf dem Weg Richtung Königsklasse auch ohne Nationalstürmer Werner den nächsten Auswärtserfolg. Beim 1:0 in Nürnberg trifft Klostermann - und der Gegner vergibt einen Elfer.

Nürnberg - RB Leipzig nimmt weiter Kurs auf die Champions League - und das war auch für Ralf Rangnick die Hauptsache nach 90 Minuten Fußball-Maloche.

"Am Ende zählen an so einem Tag die drei Punkte. Es war ein anstrengender Arbeitssieg", resümierte der Trainer der Sachsen zugfrieden nach dem mühsamen, aber durchaus verdienten 1:0 (1:0) beim vergeblich kämpfenden Tabellenletzten 1. FC Nürnberg.

Der offensiv wieder einmal harmlose "Club" taumelt dagegen dem neunten Abstieg aus der Bundesliga hilflos entgegen. Seit 18 Partien ist der Tabellenletzte sieglos. Das ist auch für die Krisen gewohnten Nürnberger ein Negativrekord in der Bundesliga.

Abwehrspieler Lukas Klostermann sorgte in der 40. Minute mit seinem dritten Saisontor für den Sieg der Leipziger, die ohne den nach einem grippalen Infekt noch nicht fitten Nationalstürmer Timo Werner antreten mussten. Der "Club" hätte das Heimspiel vor 34.532 Zuschauern allerdings in eine andere Richtung lenken können. Kapitän Hanno Behrens drosch einen Foulelfmeter in der Anfangsphase jedoch an die Latte (10.). "Wir haben es wieder nicht geschafft, den Türöffner für uns zu nutzen", stöhnte Interimstrainer Boris Schommers.

Im dritten sieglosen Spiel unter seiner Regie konnten die Nürnberger die Partie immerhin offener gestalten als beim 0:6 in der Hinrunde in Leipzig. "Ein Punkt war auf jeden Fall drin", haderte Mittelfeldmann Patrick Erras. Die Situation im Abstiegskampf wirkt aussichtslos. Bei einem Stuttgarter Sieg am Sonntag gegen Hannover 96 würde sich der Rückstand auf den Relegationsplatz 16 auf sechs Punkte erhöhen.

Leipzig begann entschlossen, sorgte gleich für Unruhe vor dem Nürnberger Tor. Die Großchance zum 1:0 aber hatte der FCN: Tim Leibold kam an der Strafraumlinie zu Fall, als Leipzigs Verteidiger Ibrahima Konaté das Bein stehen ließ. Nach Videobeweis korrigierte Schiedsrichter Daniel Schlager seine Freistoßentscheidung auf Elfmeter. "Das war alles, bloß kein Elfmeter", klagte Rangnick. Das Geschenk nahm Nürnbergs Kapitän allerdings nicht an: Behrens knallte den Ball vom Elfmeterpunkt an die Latte. Typisch "Club"!

Die qualitativ besser besetzten Leipziger spielten eine Phase recht schlampig, zogen dann das Tempo wieder an und wurden zielstrebiger. Kevin Kampl prüfte FCN-Torwart Christian Mathenia mit einem satten Schuss (26.). Einen Freistoß von Marcel Halstenberg lenkte der gute Mathenia so eben an die Latte (37.). Das Tor für Leipzig fiel fast zwangsläufig. Nach einer Ecke von Halstenberg fiel Klostermann der Ball im Strafraum vor die Füße. Der Außenverteidiger zog konsequent ab und traf mit etwas Glück. "Den wollte ich mit aller Macht ins Tor hämmern", sagte Klosermann mit einem Grinsen.

Nach der Pause versuchten die Nürnberger viel, aber die schwächste Offensive der Liga blieb harmlos. Die konternden Sachsen verbuchten weiterhin ein Plus an Torchancen: Torwart Mathenia rettete gegen Konrad Laimer (56.). Nürnbergs Lukas Mühl unterlief beinahe ein Eigentor (80.). "Es ist stark, wie wir in der Rückrunde auswärts auftreten", sagte Kapitän Willi Orban nach vier Siegen mit 11:1 Toren.

 

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