Eklat in Dingolfing Schiedsrichter ruft Polizei und bricht Partie ab

Der Schiedsrichter der Partie zwischen Türk Gücü Dingolfing und dem FSV Landau II verteilte zwei Gelb-Rote Karten an Dingolfing. Durch diese Entscheidung brachte der Unparteiische Türk Gücü gegen sich auf, wodurch die Lage in der Halbzeit eskalierte. (Symbolbild) Foto: Noah Wedel/imago

Die A-Klassen-Partie am vergangenen Sonntag zwischen dem FC Türk Gücü Dingolfing und dem FSV Landau II nahm aus sportlicher Sicht ein trauriges Ende.

Auf dem Dingolfinger Kunstrasenplatz gingen die Gäste früh in Führung. Kurz vor der Pause zückte der Schiedsrichter aus Perkam zweimal die Gelb-Rote Karte gegen die Hausherren (38. und 45. Minute). Nach dem Halbzeitpfiff fühlte sich der Unparteiische auf dem Weg in die Kabine von den Dingolfingern bedrängt und bedroht. Nach Aussagen des Schiedsrichters wurde er sogar bespuckt. Infolge dessen alarmierte er in der Kabine die Polizei, auch da kein Ordnungsdienst vorhanden war.

Schiedsrichter kommt mit Polizisten zurück aufs Feld

Zur zweiten Halbzeit kam der Referee dann mit zwei Polizeibeamten zurück auf den Rasen. Mit Hilfe dieser sollte zunächst das Geschehen beruhigt und dann die Partie fortgesetzt werden. Für den Versuch bekam der Unparteiische die Einverständnis von den Verantwortlichen des FSV Landau. Jedoch waren weder seine Versuche zur Beruhigung der Lage, noch die der Polizisten erfolgreich. Beim Stand von 1:0 für die Landauer wurde die Partie abgebrochen.

So wie es die Gäste wahrnahmen, sahen sich wohl einige Spieler und Verantwortlichen der Hausherren vom Unparteiischen benachteiligt, was die Landauer allerdings nicht bestätigen können. Somit wird sich nun das Sportgericht mit dem Fall befassen.

Das sind die Sichtweisen der beiden Vereine zum Spielabbruch

Landaus Coach Andreas Hoch: "Die Gründe für den Spielabbruch hatten nichts mit unserer Mannschaft zu tun, und ich finde auch das der Schiedsrichter die Partie ganz normal geleitet hat, sich aber von Beginn an pausenlos Diskussionen und wohl auch Beleidigungen ausgesetzt sah! Ich an seiner Stelle hätte das Spiel wohl sogar schon wesentlich früher abgebrochen!“

Türk Gücüs Vorstand Satilmis Cördük sagte gegenüber dem Online-Portal "FuPa": "Aus unserer Sicht war das ein völlig normales Spiel. Alle haben sich gefragt, warum der Schiedsrichter nach der Pause nicht mehr angepfiffen hat. Ich wollte dann mit ihm reden, aber er hat abgeblockt. Ich bin schon ewig lange dabei, so etwas habe ich aber noch nicht erlebt. Der Schiedsrichter muss irgendwelche anderen Probleme haben, ansonsten kann ich mir das nicht erklären."

 

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