Eishockey-Oberliga DSC verliert Endlos-Spiel, Eisbären zurück

Der Deggendorfer SC verliert das zweite Playoff-Spiel in der vierten Verlängerung gegen die Hannover Indians. Foto: Stefan Ritzinger

In beiden Serien der ostbayerischen Eishockey-Oberligisten steht es 1:1. Doch die Stimmungslage ist am Montagmorgen bei den Eisbären Regensburg und dem Deggendorfer SC ganz unterschiedlich. Während die Domstädter aus der Oberpfalz in den Playoffs gegen die Icefighters Leipzig mit einem 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)-Sieg ausgleichen konnten, verpassten es die Deggendorfer, in ihrer Serie auf 2:0 zu stellen. Im Heimspiel gegen die Hannover Indians setzte es eine 3:4-Niederlage nach der vierten (!!!) Verlängerung. 

Erst in der 128. Minute fiel der entscheidende Treffer für die Niedersachsen. Besonders bitter: Der Torschütze war ausgerechnet der frühere DSC-Topscorer Kyle Gibbons. Zuvor lieferten sich der DSC und die Indians einen regelrechten Abnutzungskampf und spannten die 1525 Fans im Eisstadion an der Trat über vier Stunden auf die Folter.

Schon am Freitag ging Spiel eins der Serie in die Verlängerung. Da hatten die Deggendorfer überraschend das bessere Ende für sich. Die Indians wollten an der Trat zurükschlagen und gingen auch zweimal durch Jayden Schubert (5. Minute) und Joe-Richard Kiss (30.) in Führung. Doch der DSC hatte durch Liam Blackburn (6.) und Jonas Stern (36.) jeweils die Antwort parat. Ende des zweiten Abschnitts gingen die Niederbayern durch Cheyne Matheson ihrerseits erstmals in Front (37.). Doch Hannover fand durch Branislav Pohanka (49.) nochmal zurück ins Spiel.

So mussten die Mannschaften erneut in die Overtime und auch dort begannen die Indians druckvoller. Doch der DSC hielt stand und konnte sich auf Torwart Timo Pielmeier verlassen. Im Laufe der ersten Extraschicht kämpften sich die Degendorfer dann mehr und mehr ins Spiel zurück und wurden ihrerseits durch Konter gefährlich. Ab der zweiten Verlängerung schienen beide Teams das Risiko zu scheuen. Chancen gab es, aufgrund nachlassender Kräfte dennoch. So landeten zwei Abschlüsse des DSC am Torgestänge, auch hinter Pielmier krachte ein Schuss an den Pfosten. Ein Tor mochte einfach nicht fallen. Bis zur 128. Minute, als Gibbon das Spiel um 0.10 Uhr am frühen Montagmorgen endlich beendete. 

Eisbären cleverer als im Freitagsspiel

Um einiges früher fertig waren die Eisbären Regensburg. Die Domstädter gewannen mit 4:1 bei den EXA Icefighters Leipzig, glichen in der Playoffserie zum 1:1 aus und holten sich damit den Heimvorteil zurück nach Regensburg.  Vor 1500 Zuschauern im ausverkauften Leipziger Kohlrabizirkus, einer ehemaligen Großmarkthalle, gingen die Regensburger wie im Heimspiel am Freitag in Führung, diesmal aber agierte das Team von Trainer Max Kaltenhauser konzentrierter und brachte den Sieg souverän nach Hause.

Nach vorsichtiger Anfangsphase beider Teams stand es bis zur Hälfte der Spielzeit in Sachsen 0:0, ehe Lukas Heger nach einem Solo-Lauf Leipzigs Torwart Patrick Glatzel erstmals überwinden konnte (31.). Im Schlussdrittel bauten die Eisbären ihre Führung aus, wobei beim 2:0 auch das Glück auf ihrer Seite war, denn beim entscheidenden Puck-Gewinn hätte das Schiedsrichter-Gespann durchaus eine Strafe verhängen können. Beim Treffer selbst half dann der Pfosten mit. Ein Schuss von Jakob Weber wurde zur Vorlage für Nico Kroschinski (43.). Keine vier Minuten später stellte der erneut stark spielende Constantin Ontl auf 3:0. Tomas Schwamberger (53.) sorgte für das vorentscheidende 4:0.

Auch wenn die Gastgeber nochmal alles versuchten und die Regensburger mit ein paar unnötigen Strafen ordentlich mithalfen, mehr als der Anschlusstreffer zum 1:4 durch Filip Stropinksi sprang nicht mehr heraus.

Schon am Dienstag geht es für beide ostbayerische Oberligisten weiter. Die Deggendorfer müssen mit wohl schweren Beinen nach ihrer verlorenen Abnutzungsschlacht um 20 Uhr in Hannover antreten, die Eisbären empfangen die Leipziger daheim in der Donau-Arena. Dann geht es in beiden Spielen darum, wer sich den Matchpuck für Partien am Freitag sichert.

 
 
 

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