Eishockey-Oberliga DSC holt sich Spiel eins - Eisbären verlieren

Die Eisbären Regensburg (in roten Trikots) müssen sich den Leipzig Icefighters geschlagen geben. Foto: Andreas Nickl

Zwei wahre Krimis lieferten die ostbayerischen Eishockey-Oberligisten in der ersten Runde der Playoffs am Freitagabend. Während der Deggendorfer SC bei den Hannover Indians mit 2:1 (1:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung gewinnen konnte, gaben die Eisbären Regensburg eine 3:0-Führung aus der Hand und mussten sich in Overtime den Leipzig Icefighters mit 4:5 (2:0, 1:1, 1:3) geschlagen geben. 

Der DSC verteidigte vor 2572 Zuschauer im Eisstadion am Pferdeturm von der ersten Minute weg geschickt und ließ das Angriffspiel der Indians nicht zur Entfaltung kommen. Aus einer geordneten Defensive heraus erkämpfte sich das Team von Trainer Jiri Ehrenberger mehr Spielanteile und ging in der zehnten Minute in Führung. Im Powerplay zog Leon Zitzer aus halbrechter Position ab und Liam Blackburn verwertete den Abpraller zur Deggendorfer Führung. 

Indians drücken, Deggendorf verteidigt gut

Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Hausherren blieben über weite Strecken hinweg spielbestimmend, während sich der DSC auf eine stabile Defenisve und Entlastungsangriffe fokussierte. Viele geblockte Schüsse und einige Glanzparaden von Timo Pielmeier sorgten dafür, dass die Deggendorfer auch nach 40 gespielten Minuten mit der knappen Führung in die Kabine gingen.

Auch im Schlussabschnitt blieben die Indians am Drücker und hatten mehr vom Spiel. Dennoch blieben die ganz großen Chancen zunächst Mangelware. Die Deggendorfer konnten sich in dieser Phase nur selten gefährlich im Angriffsdrittel einschalten. In der 54. Minute fiel schließlich der Ausgleich: Igor Bacek stand vor dem Tor goldrichtig und verwertete einen Abpraller zum 1:1. Mit diesem Spielstand endete auch die reguläre Spielzeit. In der Verlängerung schwang sich dann Nicolas Sauer zum Matchwinner auf, als er Indians-Keeper Miserotti-Böttcher in der 65. Minute mit einem überraschenden Schuss aus dem Handgelenk überwand.

Regensburg macht sich das Leben selbst schwer

1576 Zuschauer in der Donau-Arena sahen bis kurz vor Ende des zweiten Spielabschnittes wie die Eisbären das Spiel im Griff hatten und wie der sichere Sieger aussahen. Bis zur 37. Minute stand es 3:0 für die Oberpfälzer, doch durch Strafen und Fehler brachten sie die Gäste aus Leipzig zurück in die Partie. Im letzten Abschnitt drehten die Icefighters nach vier Toren in Folge sogar das Spiel, ließen sich aber auch vom Ausgleich kurz vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen. In Overtime gelang ihnen der Siegtreffer und die Regensburger stehen nun schon unter Zugzwang. Die Tore für das Heimteam erzielten zweimal Andrew Schembri, Nikola Gajovsky und Constantin Ontl.

Bereits am Sonntag kommt es zu Spiel zwei in den Playoffs. Deggendorf spielt zuhause um 18:45 Uhr, die Regensburger müssen um 18 Uhr in Leipzig ran.

 
 
 

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