Einsatz in Tiefenbach

Es knallt und raucht


Die Feuerwehr ist zu einem Einsatz auf einem Bauernhof in Tiefenbach ausgerückt.

Die Feuerwehr ist zu einem Einsatz auf einem Bauernhof in Tiefenbach ausgerückt.

Von Redaktion idowa

Ein aufmerksamer Passant hat Dienstagnacht vermutlich einen Großbrand verhindert. Der Mann hatte in einer Maschinenhalle in der Sonnenstraße Funkenflug und Flammen bemerkt. Daraufhin verständigte er die Feuerwehr.

Wie sich später herausstellte, hatte es im Bereich der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage gebrannt. Als die FFW Tiefenbach nur wenige Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eintraf, hatten die Flammen bereits auf Wand und Decke übergegriffen.

Die Einsatzkräfte rückten dem Feuer mit CO2-Löschern zuleibe und konnten den Brand zügig löschen. Laut Kreisbrandrat Mike Stahl konnte durch das schnelle Eingreifen Schlimmeres verhindert werden. "

Das hätte auch schlimm enden können", sagte er - auch mit Blick auf die rund 100 Rinder, die im Stall neben der Maschinenhalle untergebracht sind.

Weil zunächst der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens (B4) angenommen worden war, wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften nach Tiefenbach beordert. Alarmiert waren 13 Feuerwehren, dazu Sondereinheiten wie der Schlauchwagenzug und das Technische Hilfswerk. "Ein Großteil konnte jedoch wieder abdrehen", zeigte sich Stahl erleichtert.

Glücklicherweise gab es bei dem Brand keine Verletzten, wie der Einsatzleiter Rettungsdienst, Dominik Lommer, sagte. Zum Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, befand sich niemand in der Maschinenhalle.

Zur Sicherung der Einsatzkräfte war dennoch der Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes aus Rötz nach Tiefenbach beordert worden. Auch ein Notarzt und die Helfer-vor-Ort-Gruppe waren am Einsatzort.

Noch in der Nacht wurde die Photovoltaikanlage vom Netz genommen, wie der Brandermittler der Polizeistation Waldmünchen informierte. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet, sagte der Beamte.

Ein Fremdverschulden werde ausgeschlossen. Am Mittwoch nahm ein Vertreter der Installationsfirma die Anlage unter die Lupe. Der Sachschaden beträgt laut Polizei nach einer ersten Schätzung zwischen 50.000 und 100.000 Euro.