Einsatz in Moosthenning Familienmitglieder mit Messer verletzt - Haftbefehl erlassen

, aktualisiert am 05.12.2022 - 14:37 Uhr
Der Mann ging mit einem Messer auf seine Familie los. (Symbolbild) Foto: LZ-Archiv

Nach einem Familienstreit am Samstag in Moosthenning im Kreis Dingolfing-Landau hat eine Richter Haftbefehl gegen den 40-jährigen Familienvater erlassen. Er soll bei der Auseinandersetzung seine Kinder sowie seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und deren Mutter mit einem Messer verletzt haben. Die Situation stellte sich für die Polizei als derart brisant heraus, dass die Beamten sie nur durch einen Schuss aus der Dienstwaffe endgültig entschärfen konnten. 

Laut Polizeibericht hatte eine 39-jährige Frau die Polizei verständigt und berichtet, dass ihr getrennt lebender Ehemann sie, ihre Mutter und die zwei gemeinsamen Söhne in ihrem Haus mit einem Messer angegriffen und verletzt habe. Ersten Ermittlungen zufolge soll sich der 40-Jährige kurz nach 7 Uhr zunächst gewaltsam Zugang zum Wohnhaus seiner Ehefrau verschafft haben und diese sowie die beiden gemeinsamen Söhne im Alter von zwei und acht Jahren mit einem Messer angegriffen haben. Daveu soll er die Kinder an beiden Handgelenken verletzt haben. Die 39-Jährige wurde leicht verletzt und die 65-jährige Schwiegermutter, die hinzukam und eingreifen wollte, trug eine Halsverletzung davon.

Den mutmaßlichen Opfern des Gewaltausbruchs gelang es schließlich, aus dem Haus zu flüchten. Dingolfinger Polizeibeamte konnten den mutmaßlichen Angreifer im Haus stellen, als er gerade selbst an den Handgelenken und an der Leiste verletzte. Der Mann reagierte weder auf die Aufforderung, das Messer wegzulegen, noch auf den Einsatz von Pfefferspray. Letztlich ging der 40-Jährige sogar mit der Waffe in der Hand bedrohlich auf die Beamten los, weshalb ihm einer von ihnen mit seiner Dienstwaffe ins Bein schoss. Erst dann konnte der Mann überwältigt und fixiert werden.

Die bereits verständigten Rettungskräfte konnten nun sowohl die 65-Jährige als auch die beiden Kinder medizinisch versorgen und brachten sie später ins Krankenhaus, dass die drei mittlerweile wieder verlassen konnten. Der 40-Jährige wurde von den Beamten erstversorgt und dann per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. 

Ein Richter erließ inzwischen Haftbefehl unter anderem wegen versuchten Mordes in drei Fällen, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Derzeit befindet sich der Verdächtige laut Angaben der Polizei noch in Behandlung. Er soll aber, sobald es ihm besser gehe, in ein Gefängnis gebracht werden. Laut Polizei lag gegen ihn ein gerichtliches Kontaktverbot zu seiner getrennt lebenden Ehefrau und den Kindern vor, gegen das er vor dem aktuellen Vorfall offenbar bereits verstoßen hatte.

Die Ermittlungen der Kripo Landshut dauern an. Wie in solchen Fällen üblich hat zudem das Bayerische Landeskriminalamt die Ermittlungen bezüglich der Schussabgabe übernommen. Sowohl die betroffene Familie als auch die eingesetzten Beamten der Polizeiinspektion Dingolfing wurden nach dem Vorfall von speziell geschulten Beamten des Polizeipräsidiums Niederbayern betreut.

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