Einsatz in Landshut Nach riskanter Flucht: Haftbefehl gegen 34-Jährigen

, aktualisiert am 28.06.2022 - 16:38 Uhr
Ein Autofahrer ist am Montag in Landshut vor der Polizei geflüchtet. In der Karlstraße hat eine Streife den BMW schließlich verlassen vorgefunden. Foto: Sigrid Zeindl

Am Montagmittag hat es in Landshut einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Ein BMW-Fahrer flüchtete vor einer Verkehrskontrolle, gefährdete mehrere Menschen und verursachte mehrere Unfälle, teilt die Polizei mit. Nun sucht die Polizei nach Zeugen.

Am Montag wollten Beamte der Polizeiinspektion Landshut gegen 11.30 Uhr in der Zweibrückenstraße in Landshut einen BMW anhalten und kontrollieren. Der Fahrer gab Gas und flüchtete unter Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln mit teils deutlich überhöhter Geschwindigkeit und über rote Ampeln durch das Stadtgebiet. Hierbei verursachte er mehrere Unfälle mit am Straßenrand geparkten Fahrzeugen sowie einem Polizeifahrzeug.

Schließlich stieß der BMW in der Karlstraße gegen eine Mauer. Der Fahrer und seine Beifahrerin flüchteten zu Fuß. Nach einer Fahndung, an der mehrere Streifen und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren, wurden der ein 34-jährige Landshuter und seine 18-jährige Beifahrerin festgenommen. 

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes war von einem 45-jährigen Autofahrer die Rede. Dies war ein Fehler der Polizei, teilt ein Sprecher auf Nachfrage mit.

Drei Verletzte

Aktuellem Ermittlungsstand zufolge wurden eine Frau und zwei Polizisten leicht verletzt. Es entstand ein Schaden von mehreren 10.000 Euro.

Der 34-Jährige wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Nachdem dieser Haftbefehl aufgrund gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und verbotenen Kraftfahrzeugrennens erließ, wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die 18-Jährige wurde bereits am Montag wieder entlassen.

Die Polizei schließt nicht aus, dass durch die verkehrswidrige Flucht des 34-Jährigen weitere Fahrzeuge beschädigt oder Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Die Strecke der Flucht führte von der Zweibrückentraße über die Seligenthaler Straße, Stethaimerstraße, Alte Regensburger Straße, Konrad-Adenauer-Straße, Breslauer Straße und wieder zurück über die Konrad-Adenauer-Straße, Porschestraße, B15, Rupprechtstraße und Nikolastraße zur Karlstraße.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere gefährdete und/oder geschädigte Personen sollten sich bei der Autobahnpolizeistation Wörth a. d. Isar unter 08702/948299-10 melden.

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