Einsatz bei München Polizei räumt Baumbesetzung gegen Waldrodung

Polizisten stehen am Rande des Protestcamps in einem Waldgebiet nahe München. Foto: Lennart Preiss/dpa/Archivbild/dpa

In einem Waldgebiet nahe München hat die Polizei eine Demonstration gegen die Rodung für Kiesabbau verlegt. Die Beamten holten am frühen Donnerstagmorgen zwei Baumbesetzer von einer Plattform im Forst Kasten, wie sie mitteilten. Zusammen mit vier weiteren Aktivisten, die sich am Boden aufgehalten hatten, wurden sie an einen anderen Versammlungsort in der Nähe gebracht. Diesen hatte das Landratsamt München bestimmt. Der Behörde zufolge ist er etwa 100 Meter entfernt und besser zugänglich.

Die Aktion verlief laut Polizei "absolut friedlich". Die Aktivisten hätten nur passiven Widerstand geleistet. Die beiden Baumbesetzer mussten abgeseilt werden. Die Plattformen wurden danach abgebaut. Insgesamt waren 50 Beamte im Einsatz.

Die Aktivisten bestätigten den friedlichen Verlauf. Nach der Räumung werde man nun aber erst einmal pausieren, sagte ein Mitglied der Gruppe. Es werde aber weitere Baumhausaktionen geben, kündigte er an. "Wir geben definitiv nicht auf." Solange der Wald weiter gerodet werden solle, werde man weitermachen.

Seit etwa drei Wochen protestieren Aktivisten mehrerer Gruppen gegen die geplante Rodung. Die Demonstranten gehen davon aus, dass auf einem 9,5 Hektar großen Areal rund 9000 Bäume für die Erweiterung eines Kieswerks gefällt werden sollen. Das Landratsamt München konnte diese Zahlen am Donnerstagmorgen zunächst nicht bestätigen.

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