Vor wenigen Jahren schienen eingeschleppte Grundel-Arten noch das ganze Flussökosystem der Donau zu bedrohen. Inzwischen hat ihre explosionsartige Vermehrung zwischen Geisling und Regensburg aufgehört und einige alteingesessene Fischarten profitieren sogar von dem Neuling.

Vor allem zwei Arten der sogenannten Schwarzmeer-Grundeln haben sich besonders erfolgreich entlang der Bundeswasserstraße breitgemacht, seit sie wohl als blinde Passagiere im Ballastwasser von Frachtschiffen die Donau hinaufbefördert wurden: die Kessler- und die Schwarzmund-Grundel. Letztere erkennt man an einem schwarzen Augenfleck auf der vorderen Rückenflosse.

In ihrer Lebensweise sind sie praktisch gleich: Als kleine Räuber, höchstens 20 Zentimeter lang, jagen sie Plankton, Würmer, Krebse und Jungfische - alles, was gerade ins breite Maul passt.