Landkreis Cham und Regensburg Trio wohl für 52 Fälle verantwortlich

Werkzeug, Laptops, Handys, Schlüssel und Bargeld stellte die Polizei beim tatverdächtigen Einbrechertrio sicher. Foto: Polizeiinspektion Roding

Der Fall hatte im Sommer für Aufsehen gesorgt: Ein Trio stand nach mehreren Einbrüchen im südwestlichen Landkreis Cham und im nördlichen Landkreis Regensburg im Fokus der Polizei. Diese äußert sich nach umfangreichen Ermittlungen nun detailliert zu den Vorfällen im Frühsommer und Sommer dieses Jahres.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen werden der Tätergruppierung insgesamt 52 Fälle zur Last gelegt, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung der Polizei. Die jeweiligen Tatorte seien über die Landkreise Cham und Regensburg sowie das Stadtgebiet Regensburg verteilt. Insbesondere soll die Tätergruppierung für die Diebstähle in Vereinsgaststätten und Sportheimen in beiden Landkreisen im Frühsommer und Sommer verantwortlich sein. Unter anderem war das Hallenbad in Wörth an der Donau ein Ziel des Trios. Zudem sollen sie vor allem im Stadtgebiet Regensburg hochwertige Fahrräder gestohlen und anschließend weiterverkauft haben.

Der zur Last gelegte Diebstahlschaden beläuft sich mittlerweile auf rund 26.500 Euro, der durch die Taten entstandene Sachschaden auf fast 28.700 Euro.

Im Zuge der Ermittlungen wurden in den frühen Morgenstunden des 9. August mehrere Wohnungen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Roding durchsucht. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um zwei Männer im Alter von 29 und 28 Jahren sowie um eine 27-jährige Frau aus dem westlichen Landkreis Cham. Bei der Durchsuchung stellte die Polizei eine Vielzahl von Beweismitteln und offensichtlichen Beutestücken sicher, die den Verdacht erhärteten. Das Amtsgericht Regensburg erließ im Nachgang auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg gegen die beiden männlichen Tatverdächtigen einen Untersuchungshaftbefehl. Die 27-jährige Frau blieb auf freiem Fuß.

In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg führte die Polizeiinspektion Roding umfangreiche Ermittlungen. Diese bestanden insbesondere in der Durchführung von Vernehmungen, Auswertung von sichergestellten Datenträgern und Mobiltelefonen sowie überregionaler Lageauswertung.

Das Tatmotiv wird gegenwärtig in der Finanzierung der eigenen Betäubungsmittelabhängigkeit gesehen.

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