Ein Streitgespräch zum Flächenfraß Auf dem Boden der Tatsachen

Georg Kestel (l.) und Christian Mayer vor einem Gemälde, das Abt Gotthard mit Kaiser Heinrich II. zeigt. Der Abt hat 1009 das Marktrecht für Hengersberg erwirkt. Mayer lacht: "Tja, mit dem Mönch hat der Flächenfraß begonnen." Foto: ses

Es ist ein sonniger Herbstnachmittag in Hengersberg. "Wollen Sie ein Weißbier?", fragt Bürgermeister Christian Mayer Georg Kestel vom Bund Naturschutz (BN) in seinem Büro. "Nein, danke, ich bin Autofahrer", erwidert er stutzig. Der eine vertritt die Interessen der aufstrebenden Kommune. Der andere die des Naturschutzverbands in Deggendorf.

Herr Mayer, Herr Kestel, wie oft haben Sie sich schon wegen des Themas Flächenverbrauch die Köpfe eingeschlagen?

Georg Kestel: Gar nicht, denn wir sind zivilisierte Menschen.

Christian Mayer: Na ja, also Herr Kestel, der eine Zeitungsartikel hat mir schon gestunken. Das hat sich gelesen wie ein Märchen: ,Ich gehe aus dem grünen Wald heraus und komme dann in die hässliche Siedlung von Hengersberg.' Da sind wir als absolutes Beispiel für Flächenfraß und Umweltverschandelung dargestellt worden.

Kestel: Also, was die Größe der Baugebietsflächen angeht, fällt mir keine Kommune ein, die so intensiv und eifrig gebaut hat. Werden denn alle Flächen bei Ihnen benötigt, Herr Mayer?

Mayer: Hengersberg boomt seit 2009. Wir sind nah an Deggendorf, das baulandmäßig ausgelutscht ist. Und wir haben hier 5.000 Arbeitsplätze. Den Menschen müssen wir etwas bieten. Deshalb haben wir einen gewissen Druck.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 20. Oktober 2018.

 
 

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